Der Achte Auftritt in Emilia Galotti – Interpretation

Das Trauerspiel „Emilia Galotti“ wurde in dem Jahre 1775 von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben. In diesem geht es um Hettore Gonzaga, einen Prinz, welcher sich zwischen die Liebe von Emilia Galotti und dem Grafen Appiani zu stellen.
Gleichzeitig wird die Stellung von dem Adel zu dem Volk, wie diese im 18. Jahrhundert war, beschrieben.

Der achte Auftritt

Der Prinz bittet in dem achten Auftritt des ersten Aufzugs, Camillo Rota, welcher einer dessen Räte ist, darum, die von Emilia gesandte Bittschrift auszufertigen.
Der Prinz möchte zudem, ohne vorher das Todesurteil, welches Rota diesem zur Unterschrift vorlegen möchte, unterschreiben, worüber sich Rota natürlich sehr wundert. Deshalb tut der Rat so, als hätte er das Todesurteil vergessen, so dass der Prinz dieses nicht unterschreiben kann.
An Hand dieser Textstelle kann man den Charakter des Prinzen sehr gut erkennen.

Vorherige Auftritte

Die Auftritte, welche diesem vorhergehen, behandelt den Maler Conti. Dieser kommt in das Schloss des Prinzen und möchte diesem das von ihm angefertigte Portrait der verschmähten Liebe des Prinzen, der Gräfin Orsina, überreichen.
Auch von Emilia Galotti, in welche sich der Prinz verliebt hat, hat Conti ein Bild.
Der Prinz erfährt jedoch durch seinen Kammerherr Marinelli, welcher Zünder Übergabe der Bilder stößt, dass diese plant den Grafen Appiani zu heiraten.
Er fährt, um Emilia Galotti zu sehen, zu der Morgenmesse der Dominikanern, da Emilia Galotti diesen immer folgt.
Der Prinz interessiert sich nicht für die Anliegen seiner Untertanen, sondern er möchte so schnell wie möglich Emilia Galotti. Dabei ist ihm völlig egal und gleichgültig wer zu Tode verurteilt wird.

Die Interpretation

Der Charakter des Prinzen spiegelt den Charakter des Adels im 18. Jahrhundert wieder. Camillo Rota hingegen verkörpert das unterlegene Bürgertum, welches es dem Prinzen weder Recht machen kann, noch irgendwelche Rechte hat. Dabei ist er dem Bürgertum, obwohl er für den Prinzen arbeitet, verbunden. Dies erkennt man an der Tatsache, dass er verhindert, dass der Prinz das Todesurteil unterschreiben kann. Er tut so als hätte er es nicht dabei und sagt, dass er es den Prinzen nicht einmal dann unterschreiben hätte lassen, wenn es für den Mörder seines Sohnes bestimmt wäre.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert. Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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