Der kaukasische Kreidekreis – Inhaltsangabe / Zusammenfassung

„Der kaukasische Kreidekreis“ ist ein Drama von Bertolt Brecht, welches er im amerikanischen Exil verfasste,1944. Dieses Theaterstück besteht aus fünf Akten und einem Vorspiel. Das Stück handelt von einem Streit des Küchenmädchens Grusche und der Gouverneurswitwe Natella Abaschwili. Der Streit handelt von dem zweijährigen Michel. Der Richter Azdak wendet die Kreidekreisprobe an um zwischen der sozialen und leiblichen Mutterschaft zu entscheiden. Der Ort der Handlung ist Georgien während des Persischen Krieges.

Vorspiel

Nach der Vertreibung der deutschen Wehrmacht treffen sich Vertreter zweier kaukasischer Kolchosen und diskutieren über das Recht der Nutzung an einem Tal. Der Ziegenzuchtkolchos hat ältere Rechte an diesem Land, verzichtet aber auf das Tal, da er den Plänen des Obstbaukolochs größeren gesellschaftlichen Nutzen zuschreibt. Nach den Verhandlungen tritt ein Sänger zu den Herren hinzu und besingt sie. Mit dem Lied erzählt er folgende Geschichte.

Nach einem Staatsreich werden alle Gouverneure aus Grusinien hingerichtet, mitunter der reiche Gouverneur Abaschwili. Seine verwöhnte Frau Natella entkommt der Revolution, lässt aber ihren Sohn Michel zurück, da ihr ihre Kleider wichtiger sind. Die Magd Grusche nimmt das Kind nach einigem Zögern an sich und flieht mit ihm die Berge, da die neuen Machthaber ihn bereits suchen. Die Schergen des Fürsten Kazbeki sind der Magd schon auf den Fersen.

Im Gebirge gelingt ihr die Ankunft bei Ihrem Bruder, trotz aller Gefahren und vielen Opfern. Ihr Bruder ist inzwischen mit einer frommen Frau vermählt. Grusche ist mit dem Soldaten Simon verlobt, heiratet Sie jedoch den todkranken Bauer ,Jussup, um Michel durch ein Papier zu legitimieren. Ihre Schwägerin misstraut ihr derweilen. Als die Information herumgeht, dass der Krieg zu Ende geht erhebt sich der scheinbar todkranke Jussup aus dem Bett und scheint kerngesund. Aufgrund der Beendung des Krieges kehrt nun auch die verwitwete Gouverneursfrau und leibliche Mutter Michels  zurück. Sie erhebt Anspruch auf ihr Kind, welches ihr ein reiches Erbe sichert. Simon, der eigentlich Verlobte von Grusche kommt hinzu und erlebt wie Sie schreit, dass er ihr Kind sei und sie es aufgezogen hat. Zornig verlässt Soldat Simon Grusche.

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Der Streitfall wird dem schlauen Dorfschreiber Azdak vorgetragen, er ist zwar kein Rechtsgelehrter, kam aber in Kriegszeiten auf den Richterstuhl und galt in der Bevölkerung als „Armeleuterichter“. In diesem zu verhandelnden Streitfall ordnet er an ein Experiment durchzuführen. Dazu lässt er das Kind in einen Kreidekreis reinzustellen und er ordnet an dass beide Frauen gleichzeitig versuchen sollen, dass Kind aus dem Kreis herauszuziehen. Es heißt die wahre Mutter wird die Kraft haben, ihr Kind aus dem Kreis zu reißen.

Herrisch und energisch reißt die Gouverneursfrau ihr Kind an sich, welches Grusche voller Mitleid loslässt. Jedoch erweist sich Grusche hierdurch als wahrhafte Mutter, die ihr Kind liebt und es lieber loslässt, anstatt ihm weh zu tun. Letztlich, erhält nicht die leibliche Mutter das Kind zugesprochen, sondern die Magd Grusche , die in liebe und konstanter Pflichterfüllung bewiesen hat, dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind, so heißt es am Ende des Stückes. Azdak verjagt die verwöhnte Frau und scheidet Grusche von ihrem angeblich todkranken Gatten, damit Sie Soldat Simon heiraten kann.

 

 

 

 

 

 

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