Der Meister und Margarita – Inhaltsangabe / Zusammenfassung

In der Karwoche erscheint der Ausländer Voland in Moskau. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß ist, dass er der Teufel persönlich ist und sein angegebener Name lediglich der Tarnung dient. Er kommt jedoch nicht alleine nach Moskau, sondern wird begleitet von diversen Gehilfen, zu denen auch ein riesiger Kater gehört. Neben seinem falschen Namen besteht seine Tarnung auch darin, dass er sich als Professor für schwarze Magie ausgibt. Er unterhält die Stadtbewohner zunächst mit öffentlichen Auftritten, in denen er seine Zauberkünste preisgibt. Durch seine tatsächlich vorhandenen Kräfte sorgt dies teilweise auch für Verwirrung unter den Bürgern. Jedoch konzentriert sich die Handlung bald auf das so genannte Haus Sadowja 302b. Das Haus besteht aus mehreren Wohnungen, jedoch ist nur die Nummer 50 für das Geschehen interessant. Aus dieser Wohnung verschwinden bereits seit zwei Jahren die Bewohner und sogar auch die nahegelegenen Nachbarn. Diese Menschen verschwinden jedoch nicht einfach nur, sondern es kommt zu allerlei unerklärlichen Vorkommnissen. Neben einem Todesfall findet sich ein Bewohner ohne Vorwarnung in einer fremden Stadt in Russland wieder. Dadurch, dass diese ungewöhnlichen Vorkommnisse auch der Öffentlichkeit nicht lange verborgen bleiben, werden die offiziellen Stellen mit der Aufklärung beauftragt. Diese versuchen fortan die Geschehnisse mit naturwissenschaftlicher Argumentation zu erklären.

An dieser Stelle endet der erste von drei Teilen, aus denen der Roman aufgebaut ist. Im zweiten Teil erfährt der Leser erstmals von dem eigentlichen Titelheld, namens Meister. Es handelt sich dabei um einen etwa 38 jährigen Schriftsteller. Sein eigener Name ist nicht einmal ihm selbst bekannt, jedoch hatte seine frühere Geliebte ihn Meister genannt. Bei diesem Kosenamen bleibt er seitdem. Meister begegnet nun einem Insassen eines Irrenhauses. Dieser ist dem Leser bereits vorher bekannt gewesen. Da er und Meister sich jedoch nicht kennen, beginnt Meister ihm aus seinem Leben zu berichten. Sein bisheriges Leben verbrachte dieser, nach eigener Auskunft als Historiker an einem Moskauer Museum. Etwa zwei Jahre vor dieser Begegnung hat er 100.000 Rubel gewonnen. Von diesem Geld konnte er sich eine neue Wohnung leisten, von der er noch immer schwärmt. Sein neues Leben widmet er dem Schreiben eines Romans über Pontius Pilatus. Neben dem Schreiben, spielte jedoch auch eine Frau namens Margarita eine wichtige Rolle in seinem Leben. Sie war eine verheiratete Frau und dennoch seine große Liebe. Als der Roman fertig geschrieben war, versuchte Meister einen Verleger zu finden, was jedoch misslang. Sein einziger Erfolg bestand darin, dass ein kurzer Ausschnitt aus seinem Buch in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Dieser rief jedoch wüste Beschimpfungen von den Lesern hervor. Dies nahm Meister so sehr mit, dass er in Depressionen verfiel, begann illegale Literatur zu lesen und sich letzen Endes selbst in eine psychiatrische Klinik einliefern ließ. Margarita hat er nicht mehr wieder gesehen.

Diese ist hingegen unzufrieden mit ihrem Leben. Ihr Ehemann ist zwar ein sehr wohlhabender Mann und es fehlt ihr, zumindest aus materieller Sicht an nichts, sie ist jedoch dennoch unglücklich. Da sie Meister so sehr vermisst, lässt sie sich auf einen Handel mit einem der Gehilfen von Voland ein. Voland plant einen Ball in der Wohnung Nr. 50 zu geben, worin auch gleichzeitig das Geheimnis der Wohnung besteht. Für diesen Ball braucht er jedoch noch eine Ballkönigin. Durch eine Flugsalbe macht Voland Margarita zur Hexe und diese erfüllt den Wunsch des Teufels. Daraufhin gewährt dieser ihre Bitte und sie darf noch einmal mit Meister zusammenleben. Damit sie für immer zusammen sein können, lässt Voland die beiden, auf Anweisung von Jesu hin sterben.

Der dritte Teil des Romans handelt von einigen Tagen im Leben des Pontius Pilatus. Dieser ist verantwortlich für die Verurteilung von Jesu von Nazareth. Die Handlung des Romans ist dabei zwar orientiert an Auszügen aus der Bibel, jedoch handelt es sich dabei eher um eine Art grobe Orientierung. Pilatus quälen Selbstmordgedanken, einzig die Liebe zu seinem Hund hindert ihn daran, diese in die Tat umzusetzen. Jesu von Nazareth, hier Jeschua genannt versucht diese Gedanken zu lindern und Pilatus Trost zu spenden. Diesem bleibt jedoch keine andere Wahl, als das Todesurteil gegen Jeschua zu bestätigen.

Nach und nach erfährt der Leser, dass der dritte Teil von Meister geschrieben wurde. So wurde bereits ein erstes Stück der Geschichte von Voland verlesen, um einen Ungläubigen zu bekehren. Das Ende des Buches ist durch das Zusammenlaufen beider Handlungsstränge geprägt. Der Teufel, noch immer unter dem Namen Voland führt den Meister und seine Liebe Margarita zusammen. Sie sollen fortan in ihrem ,,ewigen‘‘ Haus zusammen leben. Pilatus ist weiter in seine Depressionen abgerutscht bekommt von Voland die Anweisung, ebenso wie Jesu in den Himmel einzutreten. Dadurch wird er von seinen Depressionen erlöst. Erst durch Volands Aussage, dass Jeschua dort bereits auf ihn warten würde, erhält dieser eine christliche Bedeutung.

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