Der Reimport in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Reimport lohnt sich immer dann, wenn die Ware im Ausland preisgünstiger erworben wird und die entsprechenden Kosten für den Rücktransport sowie die Wiedereinfuhr den genannten Preisvorteil nicht kompensiert oder überkompensiert. Preisunterschiede auf verschiedenen nationalen Märkten für gleiche Güter können hierbei ein Resultat für unterschiedliche Marktverhältnisse sein. Oftmals stehen sie jedoch auch im Kontext mit einer durchaus bewussten Preispolitik der entsprechenden Hersteller, die nach Regionen komplett ausgerichtet sind.

Hierbei können die Reimporte dazu genutzt werden, sowohl Preisbindungs- sowie Preisempfehlungssysteme der relevanten Hersteller zu umgehen. Aus der Herstellersicht wird ein Reimport daher meist als kritisch bewertet, da es die unternehmerischen preispolitischen Gestaltungsmöglichkeiten einschränkt. Aus der volkswirtschaftlichen Sichtweise sind Reimporte daher jedoch als durchaus nützlich zu beurteilen, denn sie über einen Arbitrage-Prozesse zu einer Markteffizienz beitragen.

Die Zölle als eine Hürde für die Reimporte

Als eine wirtschaftliche Reimportehürde können Zölle eingesetzt werden. Exportzölle oder Importzölle verteuern Güter grundsätzlich, die grenzüberschreitend gehandelt werden. Durch anfallende Reimportzölle würden deshalb die eigentlichen Kalkulationen u. U. nicht mehr preisgenau aufgehen. Bei Reimporten innerhalb der EU kann eine solche Problematik jedoch nicht auftreten, da die Europäische Union einen sogenannten einheitlichen Zollraum bildet. Zölle fallen hier nur bei Exporten sowie Importen über die bestehenden EU-Außengrenzen hinweg auch an.

Die EU-Zollregelungen für sogenannte Reimporte

Für diese Art der Reimporte aus dem sogenannten Nicht-EU-Raum, besteht eine spezielle zollrechtliche Regelung. Sie dürfen unter bestimmten Bedingungen durchaus zollfrei sowie auch als einfuhrumsatzsteuerfrei bleiben. Entsprechendes regeln hierzu die Artikel 185 – 187 des EU-Zollkodexes. Die EU-Regelung bespricht in diesem Kontext die “Rückwaren”.

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Damit die Reimporte auch abgabefrei bleiben, sind spezielle Voraussetzungen zu erfüllen, das bedeutet konkret:

– es sollte sich um Gemeinschaftswaren handeln, die üblicherweise im EU-Raum hergestellt worden sind
– die relevanten Waren müssen auch aus dem EU-Raum wieder ausgeführt worden sein
– ein Reimport muss binnen 3 Jahren nach einem Export wieder erfolgen
– die Rückwaren sollen sich in einem “Originalzustand” befinden, in der zwischenzeitlich darf keine Änderung durchgeführt worden sein. Dies ist auch gegenüber den Zollbehörden nachzuweisen

Reimport Erklärung & die Definition

Als ein Reimport wird bei einer Wiedereinführung zuvor exportierter Waren bezeichneteine Wiedereinfuhr erfolgt, um sogenannte Preisdifferenzen auf verschiedenen nationalen Märkte für gleiche Güter zu nutzendenn bei sogenannten Reimporten innerhalb der Europäischen Union, fallen nie Zölle an. Die sogenannten Rückwaren aus dem Nicht-EU-Bereich können unter gewissen Bedingungen sogar zollfrei bleiben

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