Der Spitzensteuersatz in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Spitzensteuersatz kommt in einer linearen oder linear–progressiven Steuermethode zum Einsatz. Erst, wenn ein bestimmtes Einkommen pro Jahr erreicht wurde kommt dieser zum Einsatz. Die enorme Höhe ist dabei das Hauptmerkmal. Die Idee, die dahinter steckt, ist die des Prinzips der Solidarität. Die besser verdienenden sollen die schlechter verdienenden unterstützen. Es kann als eine Art Umverteilung gewertet werden. Eine andere Ansicht ist die, dass die Träger der Leistung langsam enteignet werden. Es ist eine schmale Gradwanderung, da die Bevölkerung ihren Unmut ebenfalls kundtut, wenn zu wenig besteuert wird. Dann heißt es, die Gutverdiener entziehen sich der Finanzierung der Öffentlichkeit.

Daten und Fakten

In den vergangen Jahren ist der Spitzensteuersatz immer mehr gesunken. Mittlerweile liegt er bei 42 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag. Bei der Jahreseinkommensgrenze wird zwischen Eheleuten und ledigen Personen unterschieden. Eheleute müssen den Spitzensteuersatz zahlen, wenn sie 106.000 Euro Jahreseinkommen erreichen und ledige Personen ab 53.000 Euro Verdienst pro Jahr.
Jedoch wird bei der Art des Einkommens ein Unterschied gemacht. Lediglich für den Verdienst aus nichtselbstständiger Arbeit muss er gezahlt werden. Handelt es sich beispielsweise um Erträge aus Kapitalanlagen wie zum Beispiel Aktien, so wird die Kapitalertragssteuer fällig, die um einiges niedriger ist.

Vermeidung des Spitzensteuersatzes

Geht es um die Planung der privaten Altersvorsorge, so kann der Spitzensteuersatz vermieden werden. Zahlreiche Formen der Vorsorge stellen eine finanzielle Entlastung während des Sparens dar. Diese werden nämlich erst nach dem Auszahlen besteuert. Wird der Verdienst so auf die Zeit der Rente verlegt, kann der Spitzensteuersatz vermieden werden.

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