Der Versailler Vertrag leicht erklärt

Einer der wichtigsten Verträge der Kriegsgeschichte ist der Vertrag von Versailles. Das in einer Vorstadt von Paris unterzeichnet. Dokument beendete den Ersten Weltkrieg.

Was ist der Versailler Vertrag?

Der Versailler Vertrag ist ein Friedensvertrag. Er entstand nach dem Ersten Weltkrieg. Im Jahre 1919 wurde er im Schloss von Versailles, welches in der Nähe von Paris liegt, von den Siegermächten ausgehandelt. Die Siegermächte waren Italien, Großbritannien, Frankreich und die USA. Der Friedensvertrag beschließt das offizielle Ende des Ersten Weltkriegs.

Das Ende des Ersten Weltkriegs

Das Deutsche Kaiserreich brach mit dem Ende des Ersten Weltkriegs im Jahr 1918 zusammen. Deutschland hatte den Krieg verloren und der damalige Kaiser dankte ab. Kaiser Wilhelm wanderte am 11. November desselben Jahres in die Niederlande aus. 1919 gab es eine Nationalversammlung in Weimar, bei welcher eine neue Verfassung entstehen sollte. Der Verhandlungsort gab dem neuen Reich seinen Namen. In der Weimarer Republik gab es eine parlamentarische Demokratie.

Ziele der Siegermächte

Frankreich wollte Sicherheit vor erneuten Angriffen Deutschlands und Beanspruchte das Elsas und Lothringen erneut für sich. Sie wollten außerdem die Entmilitarisierung des Rheinlandes und forderten Kriegsreparationen.

Italien war mit seinen Forderungen zurück haltender und wollte zum größten Teil nur neue Gebiete und einfach zu verteidigende Grenzen dazu.

Großbritannien beanspruchte die deutschen Kolonien für sich und stimmte ebenso wie Frankreich für eine Begrenzung des deutschen Militärs und für Reparationszahlungen.

Die USA setzten sich für eine Demokratisierung Deutschlands ein und wollten ein Mächtegleichgewicht in Europa schaffen. Sie wollten einen Zweiten Weltkrieg unmöglich machen.

Inhalte des Versailler Vertrags

Der Versailler Vertrag war kein Vertrag im normalen Sinn, wo zwei Parteien über ein Thema verhandeln und zu einem Entschluss kommen. Deutschland hatte keine Rechte und musste den Vertrag so akzeptieren, wie er war. Der Versailler Vertrag bestimmte, welche Gebiete Deutschland abgeben musste, wie viel und was es an Reparationen zahlen muss und forderte Deutschland auf die alleinige Kriegsschuld einzugestehen.

Die neuen Grenzen

Ein Zweiter wichtiger Punkt in dem Versailler Vertrag war die Bestimmung der Grenzen Deutschlands. Ungefähr 70 000 Quadratkilometern verlor das Land damals, nachdem der Versailler Vertrag unterzeichnet war. Elsass-Lothringen ging zum Beispiel wieder an Frankreich, Posen und Westpreußen an Polen und das Saarland wurde für 15 Jahre vom Völkerbund regiert. Danach durfte es selbst entscheiden, wohin es gehören will. Außerdem musste Deutschland alle seine Kolonien abgeben.

Geschrumpftes Militär und Reparationen

Deutschland wurde Unteranderem dazu gezwungen, sein Militär stark zu verkleinern. Sowohl die Wehrpflicht als auch die Kriegsakademie mussten außerdem abgeschafft werden. Deutschland wurde damit so zusagend entwaffnet, was von den Deutschen stark kritisiert wurde, da sie im Falle eines Angriffs fast machtlos waren.

Des Weiteren wurde Deutschland aufgefordert, Kriegsreparationen zu erstatten. Das bedeutet, sie mussten Dienst- und Sachleistungen und Geld an die Siegermächte abtretten. Am 3. Oktober 2010 zahlte Deutschland seine letzte Rate für den Ersten Weltkrieg.

Die alleinige Kriegsschuld

Zusätzlich zu dem Gebietsverlust, den Reduzierungen des Militärs und den Reparationszahlungen musste Deutschland die alleinige Kriegsschuld auf sich nehmen. Diese Kriegsschuld wurde auch in dem Artikel 231 verankert. Bei der deutschen Bevölkerung sorgte dies für Unruhen und teilweise auch für Tumulte.

Die Annahme des Vertrags

Deutschland weigerte sich zuerst, den Versailler Vertrag anzunehmen. Nachdem die Siegermächte jedoch mit erneuten Kriegshandlungen drohten und das Land so geschwächt war, dass es sich nicht mehr verteidigen konnte, wurde der Vertrag angenommen.
Dies geschah bei der Weimarer Versammlung am 22.06.1919. Unterzeichnet wurde der Vertrag am 28.06.1919, am 10. Januar 1920 trat er in Kraft.

Was passierte nach der Annahme des Vertrags

Das deutsche Volk war von dem Versailler Vertrag nicht begeistert. Vor allem bei den rechtsradikalen Bürgern stieß er auf Unverständnis und wurde als Verrat angesehen. Als die Nationalsozialisten anfingen für ihre Partei zu werben, nutzten sie die Wut der Menschen aus. Sie worben damit, dass sie die Unzufriedenheit der Menschen verstehen.

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