Despotismus der Freiheit/franz. Revolution – Erklärung

Der Begriff „Despotismus der Freiheit“ stammt aus der Zeit des Terrors während der Französischen Revolution. Die französische Revolution begann als ein Aufstand gegen das königliche Herrschaftssystem in Frankreich, geboren und befeuert wurde sie aus einem zunehmend rigidem Despotismus und einer Hungersnot der breiten Bevölkerung.

Obwohl Marie-Antoinette es nicht gesagt hat, wurde ihr „Sollen Sie doch Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben“, zu einem Sprichwort, das die Haltung des Königshauses gegenüber der breiten Bevölkerung charakterisierte. Die Revolution wurde jedoch zunehmend gewalttätiger. Diese Spirale der Gewalt wurde durch die Machtkämpfe der Beteiligten angeheizt. Wer hat das Sagen über die Revolution? Wer bestimmt den Ausgang?

Die jeweils anderen, die sich für ein anders Konzept aussprachen, wurden so zu Feinden. Die Revolution wollte sich durchsetzen und die Köpfe der Revolution, vor allem die sog. Jakobiner um ihren Wortführer Maximilien Robespierre betrachteten jede Kritik an ihrem Konzept der Revolution als illegitime Anmaßung und als feindlich. Daher ordneten sie an, dass diese Feinde ihrer Idee auf dem Schafott sterben sollten. Diese Maßnahmen werden unter anderem von Robespierre selbst als „Despotismus der Freiheit“ bezeichnet. Er begründete die Gewalt damit, dass sich die Freiheit aller durchsetzen müsse.

Die Gewaltanwendung war für ihn legitim und sogar notwendig, weil sie einem größeren Ziel diente. Damit ist „Despotismus der Gewalt“ ein utilitaristisches Konzept. Diese Zeit wird in der französischen Geschichte auch als die Zeit des Terrors bezeichnet. Die Gewaltexzesse der Jakobiner endeten mit der Verhaftung von Robespierre. Er selbst wurde von anderen Beteiligten nun zum Feind der Revolution erklärt.

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