Destilliertes Wasser – Leitfähigkeit & Herstellung erklärt

In normalem Quellwasser oder Leitungswasser finden sich Ionen und Spurenelemente. Benötigt man die Wasserverbindung H2O für ein Experiment in der Medizin oder den Naturwissenschaften, dann verfälschen diese Zusatzprodukte, die je nach Quelle in höherer oder niedriger Konzentration vorkommen, das Ergebnis. Daher eliminiert man in der Regel diese potentiellen Störfaktoren.

Was ist eine Destillation?

Eine Destillation ist ein Verfahren, in dem Flüssigkeit verdampft werden, um diese zu trennen. Die H2O Verbindung wird von ihren Zusatzelementen und Ionen befreit und bleibt als reine H2O Verbindung übrig. Dafür wird Wärme benötigt, da das ursprüngliche Quellwasser verdampft wird.

Die Ausgangsflüssigkeit wird bis zu einem bestimmten Punkt erhitzt. Dies ist die Temperatur in der der Zusatzstoff, der sich in der Flüssigkeit gebunden befindet, zu sieden beginnt. Dadurch wird dieser Stoff gasförmig und steigt auf und entfernt sich damit aus der übrigen Flüssigkeit.

Die Leitfähigkeit von destilliertem Wasser

Es genügt also nicht, das Wasser zu kochen, sondern man muss es Verdampfen und wieder auffangen. Dieses Wiederauffangen wird als Kondensation bezeichnet. Erst nach diesem Reinigungsprozess kann das Wasser als destilliertes Wasser bezeichnet werden. Der Vorgang ist auch wiederholbar, allerdings wird in vielen Experimenten nur einfach destilliertes Wasser benötigt.

Es wird auch Aquadest genannt. Dies leitet sich vom lateinischen Begriff: aqua destillata ab. In diesem Wasser befinden sich kaum mehr Salze und andere organischen Stoffe. Um zu überprüfen, ob diese Ionen tatsächlich nicht mehr im Wasser gelöst sind oder das Wasser weitere Verunreinigungen aufweist, wird die elektronische Leitfähigkeit überprüft.

Die Leitfähigkeit sollte 5 µS/cm nicht überschreiten. Nur dann kann von destilliertem Wasser gesprochen werden. Durch die Abwesenheit der Ionenverbindungen ist destilliertes Wasser kaum mehr leitfähig. Dies ist ein Zustand, den man bei Experimenten beachten sollte. Der Siedepunkt von destilliertem Wasser bleibt jedoch bei 100°C, ebenso der Schmelzpunkt bei 0°C.

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