Deutsch: Was ist Aktiv & Passiv? – leichte Erklärung + Beispiele

Das Geschlecht (Genus) des Verbs kann anzeigen, ob ein Umstand vom Handelnden (Subjekt) ausgeht (aktiv) oder ob es auf ihn einwirkt (passiv). Somit stellen aktiv und passiv einen Umstand aus zwei verschiedenen Perspektiven dar. Die beiden Perspektiven werden auch als Tat- (Aktiv) und Leidform (Passiv) beschrieben.

Das Aktiv ist immer die Grundform. Aus allen Verben kann eine Aktivform gebildet werden. Dies ist jedoch nicht mit der Passivform möglich.
Im Passiv ist der Umstand vorrangig, wohingegen beim Aktiv der Handelnde in den Vordergrund tritt.

Verschiedene Formen des Passiv

Das Passiv wird je nach Bedeutung in zwei Kategorien unterschieden.
Zum eine das Vorgangspassiv (werden) und zum anderen das Zustandspassiv (sein).
Dabei wird das Vorgangspassiv mit einer Form des Hilfsverbs werden, sowie dem Partizip II gebildet (Dieser Busch wird gegossen.).
Das Zustandspassiv wird mit einer Form des Hilfsverbs werden, sowie dem Partizip II gebildet. (Betreten der Baustelle ist verboten.)

Ist die Passivbildung immer sinnvoll ?

Nicht jedes Verb kann ein sinnvolles Passiv bilden. Wenn eine Akkusativergänzung im Verb angebracht ist, sind diese meist passiv-fähig (zum Beispiel: lesen, bedecken, …).
Jedoch können vor allem Verben des Habens kein Passiv bilden (haben, bekommen).
Des Weiteren können Verben, welche Maßangaben innehaben nicht im Passiv fungieren. (Zum Beispiel: erhalten, wiegen, …).
Ebenso ist es nicht möglich den Passiv mit den Verben kennen und wissen zu bilden.

Verben ohne Akkusativobjekt (auch „unpersönlicher Passiv“)

Bei Verben ohne Akkusativobjekt kann nur in Ausnahmefällen der Passiv gebildet werden, da hierbei nur ein Scheinsubjekt geformt wird. Dazu zählen die Wörter: tanzen, lachen, helfen und sprechen.

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