Die Außenhandelskammer: Organisation, Aufgaben & Finanzierung

Definition

Die Außenhandelskammer stellt eine Institution dar, die im Ausland die heimischen wirtschaftlichen Interessen vertritt und damit eine Förderung der Außenwirtschaft betreibt. Diese Kammern werden selbstständig durch die Unternehmen und Wirtschaftsverbände organisiert. Sie stehen in enger Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, von denen sie auch Zuschüsse erhalten können. In Deutschland sind die Deutschen Außenhandelskammern für diese Funktion zuständig.

Organisation

Geschichtlich betrachtet startet die Organisation der Außenhandelskammern 1984 in Belgien. Nach diesem Vorbild wurden immer mehr deutsche Standorte im Ausland aufgebaut. In 90 Ländern existieren 130 Außenhandelskammern, die mehrfach in größeren Staaten vertreten sind. Diese Kammern sind bilateral, dass bedeutet, dass sie von Trägern vor Ort unterstützt werden. Wenn rechtliche Diskrepanzen bestehen, weil ein Land nicht anerkannt ist oder auch auf diplomatischer Ebene Differenzen vorhanden sind, dann können die Außenhandelskammern eine Vorstufe in Form einer Vertretung oder Repräsentanzen ausbilden. Mit 1.700 Beschäftigten und 45.000 Mitgliedsunternehmen sind die Außenhandelskammern aufgestellt.

Kooperation

Auf deutscher Ebene stehen die Außenhandelskammer und die Industrie- und Handelskammer in enger Kooperation zueinander, aber auch mit vielen andere staatlichen Institutionen. Zu ihnen zählen auch die Botschaften im Ausland oder das Bundeswirtschaftsministerium. Ebenso unterhalten sie Verbindung zu allen Organisationen mit politischen und ökonomischen Interessen, auch in anderen Staaten.

Aufgaben

1. Vertretung der deutschen Wirtschaft und ihren Interessen im Ausland.
2. Förderung der Außenwirtschaft durch die Unterstützung diverser Initiativen: Hierrunter fällt unter anderem auch die Bewerbung der Verdichtung der deutschen und ausländischen Wirtschaft. In Seminaren wird aufgezeigt, welche wirtschaftlichen Vorbilder und Vorteile man übernehmen oder weitergeben könnte.
3. Dienstleistung: Sie unterstützen die Marktforschung und sind essentiell am Aufbau von Standorten beteiligt. Weiterhin leisten sie rechtliche Beratung und Unterstützen auch in wirtschaftlichen Geschäften, die geschlossen werden sollen. Aber auch Inkassodienste und die Vertretung auf Messen, sowie die Bereitstellung von Personal gehört zu den Dienstleistungen der Außenhandelskammer.

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Wodurch wird die Außenhandelskammer finanziert?

Die Generierung der finanziellen Mittel erfolgt generell durch drei Instanzen. Vordergründig durch die Beiträge der Mitgliedsunternehmen. Weiterhin stellt die Außenhandelskammer ihre Leistungen in Rechnung und letzteres erhalten die Standorte eine gewisse Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Überblick

Die Außenhandelskammer ist eine selbstverwaltende Organisation mit zahlreichen Mitgliedsunternehmen, die die Außenwirtschaft fördert, Mitgliedern ihre Dienstleistung zur Verfügung stellt und enge Kooperationen mit diversen staatlichen Institutionen unterhält. Mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen, Entgelten für Dienstleistungen und staatlicher Unterstützung kann eine Finanzierung gewährleistet werden.

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