Die Brück’ am Tay – Inhaltsangabe & Interpretation

Die Ballade “Die Brück’ am Tay” von Theodor Fontane handelt von drei Hexen. Diese haben einen heimtückischen Plan, bei dem sie ein Zugunglück verursachen wollen, welches vielen Menschen den Tod bringen würde. Neben den Hexen spielen aber auch noch andere Figuren eine wichtige Rolle in der Geschichte. Dabei handelt es sich zum einen um den Lokführer Jonnie und zum anderen um einen Angehörigen von ihm, einen Brückner. Die Ballade ist im Wesentlichen in drei Abschnitte unterteilt und der Inhalt wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Handlung von “Die Brück’ am Tay” basiert dabei auf einem wahren Ergebnis der damaligen Zeit.
Die Ballade spielt zu einer Zeit, in der die Menschen nicht mehr an Hexen glaubten und der Hexenwahn bereits ein Ende gefunden hatte. Im Wesentlichen geht es um die drei Hexen und den abscheulichen Plan, den sie zusammen aushecken. Sie treffen sich gemeinsam auf einer Brücke, mit dem Ziel einen vorüberfahrenden Zug von eben dieser zu stoßen und die Passagiere allesamt dadurch zu töten. Derweil tobt ein starkes Unwetter, welches mit der Zeit immer heftiger am wüten ist. Während die Hexen auf der Brücke warten, halten auf der anderen Seite bereits auch die Brückner Ausschau nach dem Zug. Sie machen sich aufgrund des Unwetters große Sorgen und hoffen, dass der Zug sein Ziel unbeschadet erreichen wird.

Johnie’s Familie legt noch einmal letzte Hand an, damit auch wirklich alles perfekt für die Ankunft des Lokführers ist. Der Zug rückt immer näher und ist nun sogar schon in Sichtweite. Aber auch das Unwetter tobt immer wilder und ungestümer und es wird nahezu unmöglich dagegen anzukämpfen. Trotz aller Widrigkeiten glaubt Johnie fest an die Brücke und auch seinen Zug. Er ist sich sicher, dass beide ihre Aufgaben erfüllen und nicht versagen werden. Leider jedoch hat Johnie sich schwer getäuscht, denn die Brücke hält nicht stand und bricht ein. Der Zug stürzt in die Tiefe und geht in Flammen auf. Sämtliche Passagiere verbrennen und kein einziger überlebt das große Unglück. Die drei Hexen sind überaus stolz auf ihr Werk und freuen sich sehr über das große Unglück, welches sie verursacht haben. Es hat ihnen unglaublich viel Spaß gemacht und mit großer Freude machen die drei Hexen sich daran, ihre nächste schlimme Tat zu planen.

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Theodor Fontane verfolgt mit seinem Werk natürlich auch eine Absicht. Dabei stehen die drei Hexen vermutlich für die Naturgewalten. Indem sie die Brücke zerstören und regelrecht “wegreißen” will der Autor verdeutlichen, dass die Hexen und somit die Naturgewalten über den Menschen und deren Technik und Werke stehen.

Die Ballade beginnt mit einem Dialog zwischen den Hexen und endet auf eben gleiche Weise. Untergliedert ist die Ballade in drei Abschnitte, wobei der erste Abschnitt von der Planung des Unglücks handelt. Im zweiten Abschnitt wechselt der Erzähler mehrmals die Orte und lässt dabei verschiedene Figuren zu Wort kommen. Der letzte Teil handelt erneut von den Hexen. Dabei erfährt man wie überaus Stolz sie auf ihre Tat sind und das sie bereits beginnen die Nächste zu planen.

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