Die Heizung plätschert – was kann man selbst machen?

Die Heizung plätschert

Wenn es draußen kälter wird und die Tage kürzer werden, dann ist für viele die Zeit gekommen, die Heizung wieder aufzudrehen. Ärgerlich wird es nur, wenn mit der Wärme auch eine unangenehme Geräuschbelästigung hinzukommt. Die Geräusche können ihre Ursache dabei in verschiedenen Gründen haben. Diese Unterscheiden sich auch je nach Art der Heizungsanlage. Was Sie genau dagegen unternehmen können, erfahren Sie hier.

Mögliche Gründe für plätschernde Heizkörper

Es gibt Warmwasserheizungen, bei welchen Wasser erhitzt und in die Heizkörper transportiert wird. Der Klassiker dabei ist Luft im System, wo keine sein sollte. Luft in einer Warmwasserheizung sorgt für das typisch gurgelnde, plätschernde oder unruhige Geräusch. Eine Warmluftheizung kann ebenso plätschernde Geräusche machen.

Auch bei diesen Modellen gibt es Varianten, die mit heißem/warmem Wasser Lufterhitzer ansteuern. Hier sorgt Luft im falschen System ebenso für störende Geräusche. Neben Luft im System können aber auch ein gestörter Wasserdruck oder Störungen der Umwälzpumpe führen zu einem unregelmäßigen Fließen der Heizung. Diese Unregelmäßigkeiten machen sich dann als Geräusche, wie etwa Plätschern, bemerkbar.

Warmwasserheizungen entlüften

Einige Heizungsmodelle lassen ein Entlüften der Anlage an den einzelnen Heizkörpern zu. Wer selbst zum Entlüftungsschlüssel greifen möchte, diese bekommt man in diversen Haushaltsgeschäften und Baumärkten, sollte einige Punkte beachten. Zum Beispiel sollte die Umwälzpumpe 30 bis 60 Minuten vorher abgestellt werden.

Das erlaubt der Luft, sich an einer Stelle zu sammeln. Dies geht aber nur, wenn man Zugriff auf diese bzw. den Wärmeerzeuger hat. In einer Mietwohnung ist das in der Regel nicht der Fall. Doch auch hier können spezielle Maßnahmen ergriffen werden.

Es sollte vor dem Entlüften alle Heizkörper voll aufgedreht werden. Nun können Sie sich mit dem Schlüssel, einem Lappen und einem Eimer zum ersten Heizkörper begeben. Das entsprechende Ventil befindet sich in der Regel oben oder unten an der Seite des Heizkörpers, die dem Regler gegenüberliegt. Platzieren Sie unter dem Ventil dem Eimer. Nun wird der Schlüssel aufgesteckt und gedreht, bis es fließt oder zischt. Kommt ausschließlich Wasser heraus, wird das Ventil wieder geschlossen. Kommt Luft heraus, zischt es kurz. Diese wird so lange abgelassen, bis Wasser fließt.

Dann kann das Ventil wieder geschlossen werden. Mit dem Lappen kann man eventuelle Wasserspuren beseitigen. Die Prozedur wird an allen Heizkörpern wiederholt. Wichtig ist, dass dem System nicht zu viel Wasser entnommen wird. Ansonsten kann es später notwendig sein, dem System erneut Wasser zuzuführen, damit es wieder geräuschlos und effizient funktioniert.

Den Wasserdruck der eigenen Heizung überprüfen bzw. ablesen

Sollte das Entlüften nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben oder es ist bei der eigenen Heizung aufgrund fehlender Ventile nicht möglich sein, sollte der Druck innerhalb des Systems überprüft werden. Hierbei ist die Rede vom Wasserdruck innerhalb der Heizungsanlage. Dieser sollte in einem Einfamilienhaus oder kleinen Mehrfamilienhaus zwischen 1,5 und 2,0 bar liegen. Haben Sie eine spezielle Heizung, dann entnehmen Sie den Richtwert der Beschreibung und Bedienungsanleitung Ihrer Heizungsanlage.

Der Druck im Heizsystem wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Hat man den Wert aber einmal herausgefunden, kann man diesen am Manometer ablesen. Dieses befindet sich am Wärmeerzeuger. Es ist ein kleines rundes Manometer mit einem schwarzen und einem roten Zeiger. Der schwarze Zeiger zeigt den aktuell im System befindlichen Druck an. Der rote Zeiger zeigt den maximal zulässigen Druck.

Liegt der Druck unter dem angegebenen Maß, muss Wasser ins System eingeführt werden. Wer versiert ist und wem die Anlage selbst gehört, der kann dies selber machen. In allen anderen Fällen sollte der Vermieter oder Eigentümer benachrichtigt werden. Dieser kann dann einen Installateur beauftragen. Ein Sanitärfachmachmann oder Heizungstechniker kann zusätzlich überprüfen, warum dem System Wasser fehlt.

Probleme mit der Umwälzpumpe lösen

Wenn das Entlüften das Plätschern nicht beseitigt hat und auch der Wasserdruck in Ordnung ist, könnte das störende Geräusch auch von einer fehlerhaften Umwälzpumpe herrühren. So könnte beispielsweise die Drehzahl zu hoch eingestellt sein. Hier kann wieder die Bedienungsanleitung helfen.

In dieser ist die optimale Drehzahl zu finden und auch, wo diese eingestellt wird. Wer sich unsicher ist, wo er was findet oder wie die Drehzahl eingestellt werden sollte, ruft einen Installateur oder Heizungstechniker. Das gilt auch, wenn man nur Mieter ist. In diesem Fall kann man dem Vermieter von der zu hohen Drehzahl berichten und er leitet entsprechende Maßnahmen ein.

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