Die Rationalisierung in VWL leicht erklärt + Beispiel

Der Begriff der Rationalisierung wird in 2 Bereichen genutzt und angewandt. Zum einen nutzt man ihn in dem Segment der Betriebsablaufoptimierung. Zum anderen wird er in dem Segment des Ersatzes der menschlichen Arbeitskraft durch unterschiedliche Maschinen verwandt.
Gemäß einer wortwörtlichen Umschreibung des Begriffes der Rationalisierung, bedeutet Rationalisierung so viel, wie „etwas vernünftiger machen“ . Die Thematik der Rationalisierung kommt in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Tragen und fokussiert sich nicht nur in monetärer Hinsicht. Man möchte in Summe etwas besser machen, seien es Betriebsabläufe oder andere Dinge.

Eine Rationalisierung kann der Kostensenkung dienen

Man bringt die Rationalisierung auch immer wieder mit der Taylorisierung in Verbindung. In diesem Bereich versteht man unter Rationalisierung, dass man Arbeitern die Arbeitsbewegungen ganz genau vorschreibt, damit die Stückzahlen an den Fließbändern in den Produktionsanlagen entsprechend maximal erhöht werden können. In einem weiteren Verständnis der Rationalisierung versteht man, dass ein Unternehmen eine Art Rationalisierungsinvestition in eine beliebige Maschine vornimmt, mit der Intention, den Faktor Mensch als Arbeitskraft vollkommen zu ersetzen. In Unternehmen findet man oftmals den Begriff Effizienzsteigerung im Betrieb.

Die Effizienzsteigerung im Betrieb wird hierbei unter einem dauernden Prozess der Rationalisierung verstanden, um stets optimal zu arbeiten und alle relevanten Prozesse so optimal, wie nur irgend möglich zu gestalten. Sollten weitere Faktoren im Rahmen der Rationalisierung in die Überlegungen mit einbezogen werden, so gipfelt dieses Konzept hierbei in die Unternehmensstrategie. Dieses komplexe Anwendungsgebiet nennt man in der Praxis auch Systemrationalisierung.

In der Volkswirtschaft wird auch eine Reihe von volkswirtschaftlichen Thesen unter der Maßgabe des Rationalisierungsprinzips gestellt und angewendet. Wenn man davon ausgeht, dass Unternehmen in Summe aufgrund einer Effizienzsteigerung ca. 10 % mehr Lohn an ihre Mitarbeiter ausschütten, so hätte dieses auch volkswirtschaftliche Auswirkungen.

Rationalisierungsbeispiele

Es ist denkbar, dass Arbeitsabläufe in Summe durch den Einsatz von Fließbandarbeiten optimiert werden. Bei sogenannten Fließarbeiten entfällt in Summe ein hoher Anteil an Transportkosten. Darüber hinaus müssen Werkstücke nicht aus dem Produktionsablauf genommen werden. Es entfallen im Zuge dessen eine Reihe von unproduktiven Produktionsschritten. Hierbei entsteht eine höhere Kosteneffizienz in Summe.

Die Taylorisierung

Unter der Taylorisierung versteht man bis heute eine Betreisablaufoptimierung. Dieses bestehende Prinzip der Arbeitsablaufoptimierung und der Prozessteuerung nennt man in Summe Taylorisierung, benannt nach Frederick Winslow Taylor (1856-1915).

Die Rationalisierungsinvestition

Man versteht unter dem Ersatz aller menschlichen Arbeitskraft durch den Einsatz von Maschinen eine Rationalisierungsinvestition. Denn die Lohnkosten werden geringer, die eigentlichen Ausschuttleistungen der Maschinen jedoch parallel höher. Infolge dessen versteht man hierbei ein Investitionsvorhaben, dass eine bestimmte Produktionsmenge erwirtschaftet jedoch mit einem geringeren Mitteleinsatz.

Kostensenkungen werden durch die Eliminierung folgender Unwirtschaftlichkeiten erzielt

  • Ein unwirtschaftlicher Personaleinsatz,
  • Ein unwirtschaftlicher Energieeinsatz,
  • Ein unwirtschaftliche Verfahren und Arbeitsabläufe,
  • Ein unwirtschaftlicher Werkzeugeinsatz,
  • Ein unwirtschaftlicher Materialeinsatz,
  • Ein unwirtschaftlicher Transportmitteleinsatz.

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