Die Staatsanleihen in VWL leicht erklärt + Beispiel

Mit der Ausgabe von Staatsanleihen wird die Aufnahme von Fremdkapital ermöglicht. Dies ist für Staaten oder Körperschaften innerhalb eines Staates möglich. Die Kapitalgeber erlangen beim Kauf einer Staatsanleihe einen ausgewählten Zins auf ihr Kapital und die Anwartschaft auf Zurückzahlung ihres Vermögens.

Die Unterscheidbarkeit

Normale Anleihen verglichen mit Staatsanleihen zeigen so gut wie keine Unterschiede auf. Eine Ausnahme macht jedoch er Emittent. Wird eine Staatsanleihe aufgenommen, so tut dies keine Privatperson oder ein privates Unternehmen. Es handelt sich entweder um ein Bundesland oder ein anderer Staat. Gläubiger sind somit fast nie Privatanleger sondern Zentral- oder Großbanken und anderweitige Einrichtungen, welche Staatsanleihen ankaufen können.
Würde der Staat Anleihen an private Anleger veräußern, würde dies einen unverhältnismäßigen Aufwand ausmachen. Erwirbt ein Staat hingegen Anleihen, so fließen in den meisten Fällen direkt mehrere Milliarden. Aufgrund dessen erwerben Banken Staatsanleihen und emittieren diese wiederum auf dem freizugänglichen Kapitalmarkt. So sind sie auch von Privatpersonen aufnahmefähig.

Die Rendite

Die Rendite von angelegten Staatsanleihen fällt von Staat zu Staat unterschiedlich aus. Dies ist von zahlreichen Faktoren abhängig, maßgeblich ist jedoch die Bonität. Das hat den Grund, dass der jeweilige Staat den Betrag der Anleihe sowie die Rendite auch zurückzahlen muss.

Die Zinsen für die Aufnahme

Eine stabile Wirtschaft kann Fremdkapital in der Form von Staatsanleihen problemlos zu günstigen Zinskonditionen aufnehmen. Dazu zählen beispielsweise Deutschland, Norwegen oder die USA. Bei diesen Ländern liegen die Zinsen bei etwa einem Prozent oder darunter. Es macht an dieser Stelle auch keinen Unterschied, ob der derzeitige Leitzins stark angestiegen ist.
Länder, in denen es wirtschaftlich schlecht läuft, zahlen einen hohen Zins für die Aufnahme von fremdem Kapital.

Kauf von Staatsanleihen als Privatperson

Zum Kauf von Staatsanleihen benötigt beispielsweise ein privater Geschäftsmann ein sogenanntes Depot bei einer Bank. Wie bereits zuvor erläutert ist der Aufwand für den Staat zu groß, direkt an natürliche Personen im Sinne des BGB zu verkaufen. Das läuft folgendermaßen ab. Der private Anleger muss sein Depot eröffnen und aktivieren. Über eine Internetseite der Bank oder telefonisch überträgt die Person den Auftrag an die Bank. Die Bank kauft nun Staatsanleihen zum derzeitigen Kurs. So wird der Anlegende Gläubiger des Staates und hat einen Anspruch auf Auszahlung seiner Geldanlage und der Rendite.

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