Die Steuernummer in VWL leicht erklärt + Beispiel

Mit Hilfe der Steuernummer kann das Finanzamt jede Person, die der Steuerpflicht untersteht, zuordnen. Durch dieses Nummernsystem können die Beschäftigten alle steuerlichen Abläufe vereinfacht und effizient ausführen. Innerhalb der Bundesrepublik werden unterschiedliche Steuernummern vergeben. Diese richten sich den verschiedenen Arten und Zwecken der Steuer. Das sind beispielsweise die Einkommenssteuer, Umsatzsteuer sowie Gewerbesteuer.

Die Steuernummer 2003 bis 2010

Für Arbeitnehmer wurde zwischen 2003 und dem 31. Oktober 2010 die eTIN verwendet. Dabeu handelte es sich um die lohnsteuerliche Identifikationsnummer. Die seit Anfang November 2010 eingeführte Steueridentifikationsnummer hat alle bisherigen Funktionen der eTIN übernommen. In allen anderen Gebieten behalten die Steuernummern ihre Aufgaben.

Die Steueridentifikationsnummer

Die Steueridentifikationsnummer kann IdNr. oder Steuer-IdNr.. Sie wird seit dem 01. Juli 2007 genutzt. Die Identifikationsnummer setzt sich aus elf Zahlen zusammen und wird an jeden Bürger der Bundesrepublik Deutschland vergeben. Zum Ende des Jahres 2008 gab es eine bundesweite Auskunft. Die IdNr. wird einmalig und lebenslänglich vergeben. Bei Änderungen des Wohnortes wird sie nicht verändert, auch wenn dies einen Wechsel des Finanzamtes mit sich bringt. Die Löschung der Nummer erfolgt 20 Jahre nach Sterbefall.

Die Vergabe der Steuernummer

Die Zuständigkeit für das Vergeben der Steuernummer ist das Bundeszentralamt für Steuern. Dort wird auch die umfangreiche Datenbank mit allen Informationen geführt. Zu jeder Steueridentifikationsnummer werden der Name, der Vorname, etwaige Titel, da Geburtsdatum, die Adressen, die Zuständigkeit des Finanzamtes der Region und das etwaige Sterbedatum vermerkt. In den Meldeämtern werden diese Daten ebenfalls synchronisiert und auf dem neuesten Stand gehalten.

Der Nutzen der Steuernummer

Dem Arbeitgeber muss die Steuernummer zwingend mitgeteilt werden, denn dieser benutzt sie für das Berechnen der abzuführenden Lohnsteuer und anderer sozialer Abgaben.
Die sozialen Versicherungen im Krankenfall, bei Rente oder Arbeitslosigkeit nutzen die Nummer für jegliche Auskünfte an die Finanzämter und Behörden.
Ab dem Jahre 2016 benötigen auch die Banken die Steueridentifikationsnummer. Denn Aufträge zur Freistellung sind ansonsten nicht gültig. Das dient nur Vermeidung von Kapitalertragssteuerabzügen.

Unternehmen und die Steuernummer

Unternehmungen für die eine Umsatzsteuerpflicht besteht, bekommen enfalls eine Steuernummer. In dem Fall wird sie als Umsatzsteueridentifikationsnummer bezeichnet. In ganz Europa ist dies eine einheitliche Nummer, welche den Verkehr von Waren und Dienstleistungen vereinfachen soll.

Die Wirtschaftsidentifikationsnummer

Dabei handelt es sich um das Gegenstück zur Steuernummer. Sie ist speziell für Personen, die in der Wirtschaft tätig sind. Diese Nummer soll jedoch voraussichtlich ab 2021 eingeführt werden.

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