Discounterzertifikate in VWL leicht erklärt + Beispiel

Discounterzertifikate sind Finanzderivate für private Anleger. Dabei handelt es sich um eine Unterart von Zertifikaten. Discounterzertifikate wurden Thomas Zwirner im Jahr 1995 erfunden. Heute sind sie mit einem Marktanteil von 46% die stärkste Anlagegruppe.

Diese Zertifikate zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereits zu einem niedrigen Einstandspreis erworben werden können, der durch Rabatte zustande kommt. Sie können auf beliebige Basiswerte gegeben werden z.B. Aktien, Indizes oder Rohstoffe. Die Ausgabe erfolgt durch Banken.

Der höchstbeste Gewinn ergibt sich aus der Differenz von Verkaufspreis und Einstandspreis. Ein solcher Vertrag setzt sich eigentlich aus zwei Verträgen zusammen: Aktienkauf und Call-Option. Letztere wird beim Kauf des Zertifikates eröffnet und spekuliert auf Kursanstieg.

Wie funktioniert ein Discounterzertifikat?

Im Rahmen des Kaufs eines solchen Zertifikates erwirbt der Anleger das Recht auf den zukünftigen Kauf zu einem dem heutigen Basiswert vergleichbaren Preis. Gleichzeitig verpflichtet er sich dazu auf die Gewinne aus Kurssteigerungen zu verzichten. Daher erhält er beim Kauf einen Rabatt, sodass das Zertifikat immer günstiger ist als der Basiswert. Daher auch der Name Discounterzertifikat. Der Nachteil dieses kostengünstigen Erwerbs ist allerdings, dass der Maximalgewinn begrenzt ist.

Im Zuge des Kaufs wird gleichzeitig ein Call-Option bzw. Call-Position eröffnet. Hier gibt der Anleger ein Gebot ab. Er setzt z.B. auf steigende Kurse. Tritt dieses Szenario ein, erzielt er einen Gewinn. Wenn die Kurse hingegen sinken, muss er mit Verlusten rechnen. Eine dritte Möglichkeit ist Stagnation. Auch in diesem Fall können Gewinne erzielt werden.

Beachtet werden sollte beim Kauf außerdem, dass Discounterzertifikate eine fixe Laufzeit haben. Diese ist nicht veränderlich und fest vorgeschrieben. Der Anleger hat somit wenig Flexibilität.

Alles Wichtige zum Thema Discounterzertifikate:

  • Discounterzertifikate sind mit 46 % die stärkste Anlagegruppe
  • Beinhaltet zwei Verträge: Aktienkauf und Call-Option
  • Im Rahmen der Call-Option wird ein Gebot abgegeben, indem z.B. auf steigende Kurse gesetzt wird
  • Maximalgewinn ist begrenzt, im Gegenzug erhält Anleger beim Kauf Rabatt auf den Basiswert
  • Ein Nachteil ist die fixe Laufzeit

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here