Distributionslager in VWL leicht erklärt + Beispiel

Das sogenannte Distributionslager ist sozusagen ein Verkaufslager, welches in einiger Entfernung zum Standort des Betriebs liegt. Diese Stützpunkte sind für die Sicherstellung einer schnelle sowie kostengünstigen Zustellung der Waren an Endverbraucher, etwaige Geschäftspartner oder eigene Niederlassungen notwendig.

Meist Absicherung von größeren Bereichen

Das sogenannte Distributionslager ist besonders dann geeignet, wenn Hersteller direkt an die privaten sowie geschäftlichen Kunden die Lieferungen zustellen und diese über ein großes Gebiet verteilt liegen. Wenn eine Firma beispielsweise aus Köln Kunden in Süddeutschland auf dem schnellsten Wege mit Produkte versorgen möchte, denkt er darüber nach, ein entsprechendes Distributionslager aufzubauen. Dies lohnt sich insbesondere, wenn normale Lieferdienste bzw. die übliche Vorgehensweise mit Speditionen ab der Produktionsstätte nicht geeignet sind. Mögliche Anlässe sind hierfür Folgende:

– Die Konsumenten benötigen die bestellte Ware am selben Tag.

– Die Werke stellen Sperrgut her. Mit den üblichen Speditionen dauert die Lieferung viel länger, als wenn man diese mit einem Lieferdienst vornehmen würde. Eigene Distributionslager an verschiedenen Stellen in der BRD sowie eigene Autos können hierbei helfen.

– Die Kapazitäten des Lagers am Herstellungsstandort sind sowohl rar als auch kostenintensiv. Dies können beispielsweise Gründe dafür sein, dass man Lager baut, die näher am Kunden liegen.

Wenn die Händler über ein eigenes Netzwerk an Filialen verfügt, ist die Beweggrund hierfür ja schon offensichtlich. Bundesweit vorhandene Lebensmittelgeschäfte sowie weitere Betriebe müssen Tag für Tag die Filialen störungsfrei mit Produkten versorgen. Wenn man nur über einen zentralen Standort verfügt, ist dies leider nicht möglich.

Sonderfall: Auslieferung in einer einzigen Großstadt

Wenn Händler in einer Großstadt einen Laden betreiben und beispielsweise unhandliche Gegenstände, wie Möbel verkaufen, erbaut eine Vielzahl von ihnen auch ein sogenanntes Distributionslager am Rande der Stadt. Wenn diese in der Innenstadt liegen würden, würde man hohe Mietkosten zahlen müssen. Deswegen ist es meistens so, dass in der Stadt nur Ausstellungsgegenstände sowie kleinere Gegenstände gelagert werden. Sollten die Konsumenten Sperrgut käuflich erwerben, können die Mitarbeiter der Distributionslager die Waren noch am gleichen Tag an den Kunden ausliefern.

Faktoren bei der Wahl des Standorts

Das Wichtigste ist, dass der Lagerstandort perfekt in das Verteilungsgebiet passt. Hierbei ist beispielsweise auch wichtig, dass die Anbindung hinsichtlich des Verkehrs perfekt ist. Wenn die Lieferung sowie Weiterzustellung mit Lkws erfolgen, wird das Lager von den Betrieben in den meisten Fällen an einer Autobahn gebaut. Oftmals werden auch Gewerbeareale ausgesucht, welche weit entfernt von den Städten liegen. Zunächst einmal wird hierdurch der starke Verkehr in den Städten vermieden. Sodann sind die Mieten sowie Anwesen in Gebieten, die nicht so sehr bewohnt sind, viel günstiger.

Ein kurzer Überblick

  • – Sie sind für die Verteilung von Waren in den meistens größeren Gebieten zuständig
  • – Sie liegen weit entfernt von ihrem Hauptstandort
  • – Ein Distributionslager soll fixe Lieferungen versprechen
  • – Sie befinden sich in den meisten Fällen in weniger besiedelten Arealen an der Autobahn

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