DSL Anbieter wechseln – was beachten?

Wir möchten euch mit diesem Artikel helfen Geld zu sparen und euch vor einigen Tücken warnen. Beim Anbieter-Wechsel ist auf einiges zu achten. Das fängt an bei Tarifdetails und hört beim Kleingedruckten im Neu-Vertrag auf. Wir werden euch damit Schritt für Schritt begleiten und euch ein paar Tipps und Tricks aufführen. Im Schnitt kann man bis zu 300,00€ im Jahr sparen.

„Alt“-Vertrag prüfen

Zuerst sollte man den aktuell bestehenden Vertrag prüfen um zu ersehen wann dieser endet und rauszufinden wie die individuelle Kündigungsfrist ist.
Die Vertragslaufzeiten variieren stark und sind nicht einheitlich geregelt. Rechtzeitig kündigen ist hier die Devise, den verpasst man die dead-line so verlängert sich der Vertrag immer automatisch um 1 – 12 Monate.
Es gibt einige Ausnahmen wie zum Beispiel Umzug. Hier ist ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht möglich. Jedoch nur wenn der Anbieter am neuen Wohnort aus technischen Gründen seinen Dienst nicht anbietet. Das heisst im Klartext, ein Anbieter welcher den Internet-Anschluss über den heimischen Kabelanschluss bereitstellt, am neuen Wohnort sich jedoch kein Kabelanschluss sondern nur ein Antennenanschluss befindet, hat ein Recht auf eine fristlose Kündigung. Dieses sollte man sich umgehend schriftlich bestätigen lassen um am Ende nicht 2 Anbieter zu bezahlen zu müssen.

Dschungel der Anbieter

Nachdem man den alt-Vertrag fristgerecht gekündigt hat kann man während der laufenden Kündigungsfrist nach einem neuen Anbieter schauen. Hierbei ist auf vieles zu achten. Wir werden euch auf die wichtigsten Dinge aufmerksam machen.

2 Arten von Anbietern

Es gibt sowohl die klassischen DSL-Anbieter als auch die teilweise weniger bekannten Kabel-Anbieter. Der noch vor einigen Jahren bestehende Platzhirsch TELEKOM hat derweil massig Konkurrenz bekommen. Anbieter wie VODAFONE, 1&1, 02,… und viele andere haben viele attraktive Angebote. Wir werden euch die einzelnen Anbieter die unserer Meinung nach attraktiv sind noch näher vorstellen und Tarifdetails preisgeben. Was vorab noch zu erwähnen ist dass, Kabel-Anbieter Geschwindigkeiten anbieten könne wo die klassische DSL-Anbieter aus technischen Gründen nicht mitziehen können. Diese können wie bei UNITYMEDIA bis zu 150 mbit/s betragen. Für diejenigen die eine Vielzahl großer Dateien downloaden, ist dieses ein Traum, da man so viel Zeit und Strom sparen kann.


Tarife und Vertragsdetails genau unter die Lupe nehmen

Während man bei bei vielen Verträgen die ewig langen Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert ohne sich diese vorher durchzulesen raten wir euch an dieser Stelle dieses dringend zu tun. Der hier steckt der Teufel meist im Detail.
Auf diese Punkte solltet ihr unbedingt euer Augenmerk richten, den das was zählt ist was man unterm Strich bekommt und was man dafür zahlen muss, lasst euch da nicht von Sonderleistungen blenden die kein Mensch braucht.

  1. Vertragslaufzeit
  2. Anschlussgebühr
  3. Kündigungsfrist
  4. Geschwindigkeit am Anschlussort
  5. Porto und Versand der benötigten Hardware
  6. Bearbeitungsgebühr
  7. Nutzungsgebühr für die bereitgestellte Hardware
  8. Extras ( unter anderem Tablets )
  9. Test-Verträge ( zum Beispiel Sicherheitspakete )

Zu achten ist auch auf die Verfügbarkeit am Anschlussort. Die Anbieter bieten eine Prüfung auf deren Homepage an. Diese sollte vor Abschluss gemacht werden, denn die Anbieter tricksen teilweise viel rum. Ein Pakte „DSL 2000“ bedeutet nicht das man wie jeder Laie annimmt, eine Geschwindigkeit von 2000 mbit/s erhält. Lediglich das Produkt heisst so, am Anschlussort kann durchaus nur 256 kbit/s möglich sein. Zudem steht im Kleingedruckten immer „bis zu“ das heisst selbst wenn ein Produkt erworben wird bei einem Anbieter welches 2000 mbit/s beinhalten soll so ist dieses unter Vorbehalt, effektiv könne durchaus weniger am PC ankommen.

Nutzungsgebühren der Telekom beachten

Nicht alle Anbieter haben eigene Leitungen sondern mieten diese selbst. Bei beispielsweise CONGSTAR und 1&1 kann es vorkommen das ein Preisvorteil weg fällt weil man in einigen Regionen eine monatliche Gebühr von 5,00€ zahlen muss. Dieses ist der Fall wenn der Anbieter sich nicht die letzten Meter, sondern deutlich mehr von der TELEKOM mieten muss. Was em ende zählt ist was man unter dem Strich zahlen muss, also alle Kosten beachten.

Auf Extras verzichten

Viele Anbieter locken mit Extras wie zum Beispiel Tablets, Frei-Monaten und vielen anderen. Häufig bieten diese Virenschutz, Lagerung von Daten und andere an. Was hier zu beachten ist das diese nur zeitlich begrenzt kostenlos sind. Schliesst ihr ein 24 Monate Vertrag ab wo ein kostenloser Dienst für 3 Monate enthalten ist, zahlt ihr 21 Monate für einen Dienst einige Euro weiter welchen ihr gar nicht benötigt. Da kommen schnell über die Laufzeit bis zu über 200€ zusammen. Einige sind automatisch enthalten und könne nicht abgewählt werden, wie zum Beispiel das Sicherheitspaket bei UNITYMEDIA da ist in eigen Verantwortung darauf zu achten rechtzeitig zu kündigen.

Die Devise hier ist nicht blenden lassen! Rechnet alles genau durch und vergleicht nicht die monatlichen Kosten blauäugig, sondern immer dass was euch (als Richtwert) 24 Monate komplett kosten.

Umzugsservice nutzen

Nahezu jeder Anbieter bietet euch kostenlos einen Umzugsservice an. Dieser ist recht komfortabel und beinhalten alle wichtigen Punkto. So kündigt dieser euren alt-Vertrag, beantragt bei Wunsch eine Rufnummer Mitnahme und beschleunigt den Wechsel teilweise erheblich.

Rechtzeitig wechseln

Was zu beachten ist, dass jeder Wechsel zeit in Anspruch nimmt. Da ihr zu einem anderen Anbieter wechselt und der alte die Leitung zuerst freigeben muss.  Dieses ist eine bekannt Masche dass dieser sich damit viel Zeit lässt. Der Hintergrund dazu ist dass dieser natürlich hofft dass man aus Angst am Ende ohne dazustehen die Kündigung widerruft und bei dem alten bleibt. Ein Wechsel kann bis zu 10 Wochen beantragen. Bei einem Wechsel von einem DSL-Anbieter zu einem Kabel-Anbieter ist dieses nicht relevant da eine andere Leitungs-Art genutzt wird.

Rechte kennen rund um dieses Thema

Als Kunde hat man nicht nur die Pflicht pünktlich zum vereinbarten Termin die Vereinbarte Summe an den Provider zu überweisen sondern hat auch eine Vielzahl an Rechten diese möchten wir euch natürlich auch ans Herz legen und diese kategorisch aufführen.

 Produktleistungen beim Internetzugang

  • Jeder Anbieter ist verpflichtet mindestens ein Produkt mit einer maximalen Laufzeit von 12 Monaten anzubieten.
    Die meisten betragen jedoch eine Laufzeit von 24 Monaten
  • Nachbesserung bei zu geringer Datengeschwindigkeit, weicht dieser erheblich von den im Vertrag vereinbarten Geschwindigkeit ab so habt ihr ein Recht auf Nachbesserung. Einige Anbieter bieten auch eine Garantie für die Angebotene Geschwindigkeit an. Massgebend hierfür ist die Daten Geschwindigkeit vom Router per Kabel zum PC. Die W-Lan Verbindung ist da nicht zu berücksichtigen da eine Vielzahl an Faktoren dort einfließen.
  • Schadensersatz bei einem Ausfall der Internetverbindung. Fällt die Verbindung für einen längeren Zeitraum wie ein paar Stunden aus so kann man einen Schadensersatz beziehungsweise Kostenerstattung geltend machen.
  • Kostenfreie Wartezeit beim Provider während man sich in der Warteschlange befindet. Für diese Zeit zwischen dem wählen und dem Gespräch mit dem Provider Mitarbeiter darf euch nichts berechnet werden. Einige Anbieter bieten grundsätzlich eine kostenlose Rufnummer an.

Umzug mit dem Internet-Anschluss

  •  Weiterführung der Vertrages. Wenn ein Wechsel aus irgendeinem Grund nicht stattfindet so muss euch der Provider weiterhin endgeldlich weiterhin versorgen. Für dieses wird in der Praxis eine Gebühr fällig, will man diese umgehen so muss man einen neu-Vertrag aufsetzen mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten.
  • Bereitstellung der alten Rufnummer im selben Vorwahl gebiet. Möchtet ihr eure alte Rufnummer behalten so muss euch euer alter Anbieter diese für einige Wochen reservieren und bereitstellen. Dieses ist jedoch bei dem neuen Provider mit Kosten von durchschnittlich 20,00€ zu vergüten.
  • Bereitstellung der vertraglich geregelten Leistungen. Kann der Provider keine oder deutlich geringere Leistung am neuen Wohnort bereitstellen so kann man diesen ohne Berücksichtigung der Restlaufzeit kündigen.

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