Economies of Scope in BWL leicht erklärt + Beispiel

Economies of Scope Definition

Unter Economies of Scope werden Verbundeffekte verstanden, die aufgrund der Herstellung einer höheren Anzahl an unterschiedlichen Produkten entstehen. (Im Vergleich dazu sind Economies of Scale Kostenvorteile aus der Produktion einer hohen Stückzahl desselben Produktes.)

Beispiel

Eine Molkerei beschließt, von nun an neben Vollmilch auch Butter zu produzieren. Die Existenz von Economies of Scope bedeutet, dass die gleichzeitige Herstellung der beiden Produkte Kostenvorteile mit sich bringt.

Dies hat unter anderem die folgenden Gründe:

  • gemeinsame Produktion: Nutzung der gleichen Räume, Maschinen etc.
  • gemeinsame Nutzung zentraler Abteilungen: gleichzeitige Inanspruchnahme von Einkauf, Lagerhaltung, Qualitätssicherung etc.
  • gemeinsamer Vertrieb: Nutzung des gleichen Verkaufskanals
  • gemeinsamer Einkauf: Beschaffung der gemeinsamen Zutaten in größeren Mengen und daher kostengünstiger
  • mögliche gemeinsame Marketingaktivitäten Nutzung einer einheitlichen Werbestrategie oder des Markennamens

Klassischerweise werden Economies of Scope auch von Cafés oder Bäckereien genutzt, die nebenher Mittagsgerichte anbieten. Auf diese Weise wird auf effiziente Weise von leerstehenden Räumen oder Küchen Gebrauch gemacht.

Grundsätzlich existieren zwei Möglichkeiten, wie Economies of Scope entstehen können. Einerseits ist dies durch eine Erweiterung der Produktpalette, andererseits durch eine Fusion mit einem anderen Unternehmen realisierbar.

Das Gegenteil von Economies of Sope sind Diseconomies of Scope, die aus der zunehmenden Komplexität eines sehr breiten Produktportfolios entstehen.

Alternative Begriffe: economics of scope, economy of scope, Verbundvorteile.

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