Ehegattenunterhalt in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist das sogenannte Ehegattenunterhalt? – Kurz und kinderleicht erklärt

Der sogenannte Ehegattenunterhalt ist ein von dem einen Ehepartner an den anderen Ehepartner zu zahlender Unterhalt, welcher meistens in Folge einer Trennung bzw. nach einer Trennung an den Ehepartner gezahlt wird. Sodann wird noch zwischen Geschiedenenunterhalt und Trennungsunterhalt unterschieden. Es kommt hierbei darauf an, dass die Eheleute nur getrennt sind oder ob auch eine Scheidung beabsichtigt ist. Es ist hierbei zu beachten, dass der Kindesunterhalt immer vor dem Ehegattenunterhalt kommt und sich hiernach die Höhe des Unterhalts richtet.

Der sogenannte Ehegattenunterhalt ist das Geld, welche der eine Ehepartner an den anderen Ehepartner zu zahlen hat, wenn es zu einer Trennung kommt. Dieses Geld ist dafür da, dass die Lebenshaltungskosten des anderen Ehepartners auch gedeckt sind.

Man kann hier eine Unterscheidung zwischen Geschiedenen- sowie Trennungsunterhalt vornehmen. Der Kindesunterhalt steht immer an oberster Stelle. Erst danach kommt der Ehegattenunterhalt!

Trennungsunterhalt

Der sogenannte Trennungsunterhalt wird dann verwendet, wenn zwei Ehepartner (wirtschaftlich) getrennt wohnen, aber eine Scheidung noch nicht durchgeführt wurde. Wenn sich während der Ehe beispielsweise die Frau um Haushalt sowie Kinder gekümmert hat und der Mann arbeiten gegangen ist, um für den gemeinschaftlichen Unterhalt zu sorgen, so muss der verdienende Ehepartner nach der Trennung beispielsweise seiner Frau Trennungsunterhalt zahlen. Eine Bedürftigkeit wird allerdings vorausgesetzt.

Wenn die zu unterstützende Person nicht in der Lage ist, einer geregelten Arbeitsstelle nachzugehen, muss der von ihm / ihr getrenntlebende Ehegatte dafür sorgen, dass die Lebensqualität erhalten bleibt.

Geschiedenenunterhalt

Unter dem sogenannten Geschiedenenunterhalt kann man den nachehelichen Unterhalt nach einer durchgeführten Scheidung verstehen. Im Wege der Berechnung des Unterhaltes wird aber auch eine genaue Überprüfung durchgeführt, ob die beiden geschiedenen Eheleute noch einer angebrachten bezahlten Tätigkeit nachgehen können. Es ist hierbei zu beachten, dass sogenannte eheliche Lebensstandard hierbei aber nicht bestehen bleiben müssen.

Die geschiedene Ehefrau / der geschiedene Ehemann müssen sich selbst um ihr eigenes Einkommen kümmern, damit die Unterhaltsaufwendungen des jeweils anderen Ehepartners so niedrig wie möglich gehalten werden können. Wenn der Ehepartner sich nicht um eine eigenes Einkommen kümmert, kann es sein, dass es zu einer Verwirkung des Unterhaltsanspruchs kommt.

Die wesentlichen Erfordernisse für die Erhaltung von Ehegattenunterhalt

– Es muss eine wirtschaftliche Trennung der Ehegatten vorliegen

– der Ehepartner, der weniger verdient, muss sich um eine bezahlte Tätigkeit kümmern

– Kindesunterhalt hat immer oberste Priorität. Erst danach kommt der Ehegattenunterhalt

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