Eigenkapitalquote in BWL leicht erklärt + Beispiel / Formel

Eine Eigenkapitalquote bezeichnet einen Anteil von dem Eigenkapital des Gesamtkapitals, also ihrer Bilanzsumme, es wird in Prozent ausgedrückt.

Eine Formel für eine Berechnung von der Eigenkapitalquote lautet nun: die Eigenkapitalquote ist = Eigenkapital / Gesamtkapital.

So eine Eigenkapitalquote ist nun eine von den Indikatoren für ein Risiko und eine Bonität von einer Firma: diese hohe Eigenkapitalquote verringert nun ein Insolvenzrisiko einer Überschuldung und der Zahlungsunfähigkeit, es verringert aber auch die Eigenkapitalrentabilität.

Eine Eigenkapitalquote lässt nun verschiedene Maßnahmen zu, wie eine Kapitalfreisetzung, eine Kapitalerhöhung oder Gewinneinbehaltung zu.
Der Eigenfinanzierungsgrad, die Eigenfinanzierungsquote, sind andere Bezeichnungen.

Die Eigenkapitalquote in einem Konzern

Wird eine Eigenkapitalquote für einen variablen Konzern berechnet, so sind diese ein Eigenkapital, nun sind auch alle Anteile in einem Fremdbesitz mit einzubeziehen, da diese nun auch eine Eigenfinanzierung vom Konzern darstellen.

Eine durchschnittliche Eigenkapitalquote

Eine durchschnittliche Eigenkapitalquote liegt in der Größenordnung von je 20 Prozent bis zu 25 Prozent.

Die traditionelle Kreditfinanzierung

Sofern ein eher geringer Wert vorliegt dann liegt es daran, dass die hierzulande vorherrschenden und traditionellen Kreditfinanzierungen über die Sparkassen oder Raiffeisenbanken und die privaten Geschäftsbanken gehen, während nun andere Länder wie beispielsweise die USA einen viel ausgeprägteren Kapitalmarkt haben, welcher entsprechende Eigenkapitalfinanzierungen über eine Ausgabe von Aktien an die Investoren ermöglicht.

Die häufigsten Rechtsformen

Auf der anderen Seite gibt es viele Firmen Einzelunternehmen, aber auch offene Handelsgesellschaften oder auch Kommanditgesellschaften. Solche Firmen erfordern keinerlei Mindestkapital, aber im Hintergrund haften die Gesellschafter dann mit ihrem Privatvermögen.

Die Bedeutung einer Eigenkapitalquote

Die Vorteile einer hohen Eigenkapitalquote

Diese hohen Eigenkapitalquoten bedeuten für eine Firma:

– die höhere Kreditwürdigkeit, von einem hohen Eigenkapitalanteil, dies bedeutet eine geringe Verschuldung;
- das geringere Risiko aus Insolvenztatbeständen
◦ die Überschuldung, vom Eigenkapital, das als ein Verlustpuffer dient
◦ die Zahlungsunfähigkeit, welche geringere Zahlungen für einen Zins und die Tilgung sind;
- die höhere Unabhängigkeit für eine Firma, welche in Finanzierungsfragen weniger auf einen Fremdkapitalgeber angewiesen ist.

Ein Beispiel für eine Eigenkapitalquote

Diese Unternehmen mit einer auf ihrer Aktivaseite Bilanz zum Zeitpunkt X ausgewiesenen Vermögen in einer Höhe von rund 10 Millionen €, dies weist nun eine Eigenkapitalquote von rund 30 Prozent auf. Ein Eigenkapital beträgt rund 3 Millionen €.

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Das Eigenkapital als ein Verlustpuffer

Eine Firma erleidet nun im nächsten Geschäftsjahr einen Verlust, in einer Höhe von rund 2 Millionen €, kann diese so einen Verlust verkraften? Ein Eigenkapital von rund 3 Millionen € fängt so einen Verlust auf und reduziert damit sich auf nur noch 1 Millionen €.
Hätte nun diese Eigenkapitalquote beispielsweise 10 Prozent betragen, dann hätte ein Verlust vom vorhandenen Eigenkapital alles überstiegen, eine Gesellschaft wäre nun bilanziell überschuldet und vielleicht in einer Existenzgefahr.

Das Eigenkapital und die Liquidität

Der Zins und eine Tilgung belasten eine Liquidität von einer Firma. Wenn ein Unternehmen im seinem operativen Geschäft nun kein Geld erwirtschaftet, droht dieser ein Liquiditätsengpass.
Mit einer geringeren Eigenkapitalquote nimmt ein Liquiditätsrisiko zu.

Die Nachteile von einer hohen Eigenkapitalquote

Die hohe Eigenkapitalquote kann sich jedoch negativ auf eine Eigenkapitalrentabilität auswirken, der Leverage-Effekt.

Die Erhöhung einer Eigenkapitalquote

Eine Eigenkapitalquote kann nun durch bestimmte Maßnahmen auf ihrer Aktivaseite und ihrer Passivaseite von ihrer Bilanz verbessert werden:
- die Aktivaseite
◦ die Kapitalfreisetzungsmaßnahmen
- die Passivaseite
◦ die Kapitalerhöhungen, also die Außenfinanzierung
◦ die Gewinnthesaurierung also die Innenfinanzierung

Eine Eigenkapitalquote kann nun bei den gleichbleibenden Bilanzsummen dadurch erhöht werden, wenn ein Fremdkapital durch ein Eigenkapital ersetzt wird oder diese Firma senkt ihre Bilanzsumme, indem sie ihr Vermögen reduziert, beispielsweise durch eine Reduktion von ihren Vorräten, die Forderungsaußenstände oder die Anlagevermögen.

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