Eigenkapitalveränderungsrechnung in VWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist eine Eigenkapitalveränderungsrechnung – Kurz und einfach erklärt

Zweck einer sogenannten Eigenkapitalveränderungsrechnung (kann man auch Eigenkapitalspiegel nennen) soll die Abbildung sämtlicher Veränderungen eines Eigenkapitals sein, welche sich innerhalb eines bestimmten Berichtszeitraums anzeigen.

Was ist der Grund, dass man prüft, wie sich das Eigenkapital entwickelt?

Hierfür gibt es einen einfachen Grund: Die Höhe des sogenannten Eigenkapitals ist eine Maßangabe, wie es um die Sicherheit sowie die finanzielle Gesundheit einer Firma steht. Dies ist auch der Grund, weshalb die Banken vor der Verteilung der Kredite prüfen, wie es um die Entwicklung des Eigenkapitals einer Firma steht.

Man kann feststellen, dass der Eigenkapitalveränderungsrechnung enthält hierbei zunächst einmal die in der bekannten Gewinn- und Verlust-Rechnung angegebenen erfolgswirksamen Abläufe und sodann auch noch die erfolgsneutralen (meistens noch nicht realisierte) Wertänderungen von betrieblichen Vermögenswerten.

Auf diese Weise kann eine viel bessere sowie genauere Ausweisung der Vermögensverhältnisse einer Firma erfolgen. Es ist hierbei auch sehr hilfreich, dass die Zahlen und Daten aus dem Vorjahr auch aufgeführt werden müssen.

Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es diesbezüglich?

Seit dem Jahre 2004 wird von dem Bilanzrechtsreformgesetz vorgeschrieben, dass die sogenannte Eigenkapitalveränderungsrechnung als Teil von Konzernabschlüssen vorgenommen werden müssen (siehe hierzu auch § 297 Abs. 1 HGB). Die Regelungen werden noch gemäß § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB auf sogenannte kapitalorientierte Unternehmen ausgeweitet. Denn diese Betriebe müssen keinen Konzernabschluss fertigen.

Für Abschlüsse nach IAS muss man auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung durchführen (auch statement of stockholders‘ equity“ genannt).

Welche Bestandteile muss eine Eigenkapitalveränderungsrechnung enthalten?

– Es muss eine exakte Darstellung der jeweiligen Eigenkapitalpositionen erfolgen

– Weiterentwicklung von sogenannten Gewinnrücklagen

– Informationen hinsichtlich des Vorjahres

– Transaktionen des Kapitals mit den Anteilsbesitzern

GuV-Berechnung sowie Erfolgsberechnung

Gesamtergebnis hinsichtlich des Berichtszeitraums

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