Ein Sommernachtstraum (Originaltitel “A Midsummer Night´s Dream”) ist eine von William Shakespeare vermutlich um 1595 oder 1596 verfasste Komödie bestehend aus mehreren Akten, die erstmals 1598 aufgeführt und 1600 erstmals gedruckt wurde. Die Komödie trägt sich im antiken Athen und dem an die Stadt grenzenden Wald, der verzaubert ist, zu. Insgesamt verläuft die Geschichte der Umstände einer Hochzeit von einem Herrscherpaar über drei Tage und Nächte.

Der Sommernachtstraum ist eines der am meisten aufgeführten Werke Shakespeares. In englischsprachigen Ländern gehört er regelmäßig zu den Schul- und Laientheaterinszenierungen.

Der Inhalt von “Ein Sommernachtstraum”

Es handelt sich um ein Verwirrspiel der Liebe, in dem die Männer Demetrius und Lysander, sowie die Frauen Hermia und Helena die Hauptrollen verkörpern. Zeitlich ist die Geschichte in die Tage vor dem Maifeiertag einzuordnen. Mit diesem Stück nutzt Shakespeare den damals verbreiteten Volksglauben des Zaubers der Walpurgisnacht. Es beginnt mit einer fantastischen Traumwelt in Athen und seinen umliegenden Wäldern. Der Elfenkönig Oberon und Puck, sein Diener, beeinflussen die Fähigkeiten der sterblichen Menschen.

Es ist die Nacht vor dem Maifeiertag. Der Herzog Athens, Theseus, steckt mitten in seinen Hochzeitsvorbereitungen. Er möchte die Amazonen-Königin Hippolyta zur Frau nehmen. Währenddessen streiten sich der Elfenkönig Oberon und seine Frau Titania im Wald. Damit Titania gefügiger wird, möchte er einen Liebesbann anwenden. Um dies zu vollbringen, benötigt er den Saft einer Blume, der dann auf die Lider der betreffenden schlafenden Person geträufelt wird. Erwacht diese Person, so verliebt sie sich in das erste Wesen, welches sie erblickt.
Währenddessen halten sich zwei weitere Paare in dem Wald auf: Hermia und Lysander, die vor dem Vater Hermias fliehen. Der Vater stellt sich gegen die Verbindung der Beiden, da Hermia bereits die Verlobte von Demetrius ist. Demetrius verfolgt die Beiden, während Helena ihn mit ihrer Liebe bedrängt. Sie fleht um seine Gunst.

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Oberon sieht die Versuche Helenas und möchte dieser unter die Arme greifen. Er gibt Puck, seinem Diener, den Auftrag, die Zauberblume bei Demetrius anzuwenden, so dass sich dieser in Helena verliebt. Puck wendet die Blume jedoch aus Versehen bei Lysander an. Um dieses Versehen zu korrigieren, nutzt er die Blume auch – wie ursprünglich beauftragt – bei Demetrius. Mit der Folge, dass die bis zu diesem Zeitpunkt verschmähte Helena nun die Liebe zweier Männer ist – und Hermia alleine ist. In der Zwischenzeit ist Titania, die Frau des Elfenkönigs, einem Tischler namens Zettel verfallen. Puck hatte seinen Kopf zuvor in einen Eselskopf verwandelt.

Erst als sich die beiden Männer aufgrund der Liebe zu Helena duellieren möchten, sieht Oberon sich gezwungen, einzugreifen. Das Zaubermittel wird erneut angewendet, um das Missverständnis aufzulösen, was durch Puck verursacht worden ist. Lysander und Hermia finden wieder zueinander. Ihr Vater wird dazu genötigt, sich mit dieser Liebe abzufinden. Demetrius entdeckt seine Liebe zu Helena. Es finden drei Hochzeiten zur gleichen Zeit statt. Auch Oberon und Titania haben sich wieder miteinander versöhnt, so dass die Elfenwelt den frisch verheirateten Paaren ihren Segen auf singende und tanzende Weise überbringt. Ein glückliches Ende, was bereits zu Beginn des Stücks feststeht.

Interpretationsansatz

Die Elfen können in dem vorliegenden Stück ihren Einfluss – ob gutartig oder dämonisch – auf die Menschen ausleben. Zweifellos sollte die Blindheit der Liebe dargestellt werden. Es kommt zu einer Verbindung zwischen Romantik und Realismus sowie zwischen den Menschen und Geistern.


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