Eine Garantierückstellung in VWL leicht erklärt + Beispiel

Eine Garantierückstellungen ist nur unter bestimmten Umständen in einer Bilanz von einem Unternehmen als eine Passivposten mit aufzunehmen. Eine Firma haftet immer für alle ihre Leistungen oder auch Erzeugnisse. Eine Haftung ergibt aus den sogenannten Gewährleistungsregeln, andererseits aus einer freiwilligen gewährten Garantie. Beispielsweise kann ein Hersteller von einem Auto eine gesetzlich angeordnete Gewährleistungsfrist noch um Jahre verlängern. Dies ist eine sehr gute Werbemaßnahme. Diese sind aber nicht dazu verpflichtet.

Bei allen Verkäufen oder Leistungserbringungen können sich theoretisch Forderungen vom Kunden ergeben. Dabei kommt es häufiger vor, dass bestimmte Waren großflächig zurückgeholt werden, wenn gravierende Fehler vorgekommen sind. Normalerweise betrifft dies nur Einzelfälle, beispielsweise wenn bei einem Kauf von einer Ware eine Beschädigung vorhanden ist, die erst später vom Kunden entdeckt wurde.

Die Passivierungspflicht

Genau hier setzt eine Passivierungspflicht an: Die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit von einem Betrieb ermöglichen Rückschlüsse auf, wie viele Forderungen eigentlich im Nachhinein aus einem vergangenen Geschäftsjahr wahrscheinlich zukommen werden.

In bestimmter Höhe ist dies also ein unbekannter Posten und auch eine Fälligkeit ist ungewiss. Man kann, aber muss nicht für alle seine Produkte Garantierückstellungen bilden. Jedoch basierend auf der Anzahl von den letzten Jahren entspricht dies Rücklagenbildung dem Vorsichtsprinzip und ist auch durchaus gerechtfertigt.

Solche Zahlen werden als ein kalkulatorisches Wagnis bezeichnet. Unser Handelsrecht bestimmt sogar dabei eine Verzinsung, wenn eine Laufzeit der Rückstellung länger als normalerweise ein Jahr aufweist.

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