Einfuhrumsatzsteuer im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Der Einfuhrumsatzsteuer unterliegen Waren, die aus einem Drittlandsgebiet (wie der USA, Brasilien oder der Schweiz) bezogen werden (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG). Waren, die aus der Europäischen Gemeinschaft erworben werden, werden andererseits als innergemeinschaftlicher Erwerb versteuert.

Zur normalen Umsatzsteuer liegt der Unterschied darin, dass die Einfuhrumsatzsteuer durch den Zoll erhoben wird, direkt bei der Einfuhr. Hier ist es irrelevant, wer die Waren erworben hat. Egal ob privat oder gewerblich.

Beispiel Einfuhrumsatzsteuer

Ein Motorradhändler aus Berlin kauft ein Motorrad aus der Schweiz. Nun ist die Ausfuhr des Motorrads aus der Schweiz umsatzsteuerbefreit. Auf das Motorrad wird nicht der Schweizer Mehrwertsteuersatz angewandt. Da das Motorrad nach Deutschland eingeführt wird, fällt jedoch die Einfuhrumsatzsteuer von 19% an. Hier gilt das sogenannte Bestimmungslandprinzip.

Der Motorradhändler kann für die geleistete Einfuhrumsatzsteuer den Vorsteuerabzug anwenden. (§ 14 Abs. 1 Nr. 2 UStG).

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