Eingetragener Verein in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Bei einem eingetragenen Verein handelt es sich um eine Personengruppe, die sich bei einem Registergericht mit Sitz in Deutschland anmelden und die erforderlichen Voraussetzungen zur Gründung eines e.V. erfüllen. Diese sind beispielsweise derart ausgestaltet, dass eine ordnungsgemäße Vereinsführung vorliegen muss. Dadurch wird das Recht der Vereinsmitglieder garantiert bei internen Streitigkeiten gegen die Leitung des Vereins gerichtlich vorgehen zu können. Fungiert ein e.V. gemeinnützig ist der finanzielle Aufwand in Form von Spenden durch Antrag bei Finanzamt steuerlich absetzbar. Hierbei ist selbstredend stets ein Nachweis erforderlich.

Die Voraussetzungen

Damit ein Verein sich wirksam bei Registergericht eintragen kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst einmal muss der Verein wirksam gegründet werden, indem sich mindestens sieben Personen zum selbigen zusammenschließen. Die Gründung ist dann abgeschlossen, wenn die Mitglieder im Rahmen einer Sitzung eine gemeinsame Vereinssatzung beschließen. Die Satzung darf nicht gegen deutsches Recht verstoßen und muss Zweck und Organisation des Vereins klar und deutlich definieren. Auch die Ausgestaltung von Versammlungen der Mitglieder, der Sitz des Vereins und die Bestimmungen zum Ein- bzw. Austritt eines Mitglieds müssen aus der Satzung hervorgehen. Eventuell zu vergebende Posten im Verein (bspw. der Vorstand) müssen im Rahmen einer Mitgliederwahl bestimmt werden. Nur so wird eine wirksame Vertretung des e.V. durch eine oder mehrere natürliche Person gewährleistet. Hierbei muss sich der Verein selbstredend an das deutsche Vereinsrecht halten, doch Feinheiten können im Rahmen eines Vertretungsrechts in der Satzung selbst bestimmt werden. Das zuständige Amtsgericht wird dem Antrag zustimmen, wenn alle inhaltlichen Voraussetzungen der Satzung erfüllt sind und die Gründungsmitglieder selbige unterschrieben haben. Hierbei nehmen sich viele Vereine einen Notar zu Hilfe.

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Verbindlichkeiten des Vorstands nach der Eintragung

Die Grundregel eines eingetragenen Vereins ist, dass der Vorstand seinen Mitgliedern verpflichtet ist. Da ein Verein demokratische Strukturen aufweisen muss, können die Mitglieder in Form von Wahlen und Diskussionen auf Versammlungen die Leitlinie des Vereins beeinflussen. Mitgliederversammlungen müssen rechtzeitig vom Vorstand einberufen werden. Sollten Änderungen der Besetzung des Vorstands oder der Ausformulierung der Satzung von statten gehen, muss dies dem zuständigen Amtsgericht angezeigt werden. Auch Mitgliederversammlungen müssen dem Gericht fristgemäß angezeigt werden.

Vorteile einer Vereinsgründung

Sollte ein Zusammenschluss mehrerer Personen, die einen gemeinschaftlichen Zweck verfolgen, der nicht kommerziell ist, zeigt sich die Gründung eines eingetragenen Vereins als vorzugswürdig.
Gründe, die dafür sprechen sind:

Der eingetragene Verein hat feste, demokratische Strukturen, was für dafür sorgt, dass die Organisation nicht „diktatorisch“ von einer Person geleitet und gelenkt wird.

Sollten an der Gründung beteiligte Mitglieder aus dem Verein austreten, bleibt dieser trotz alle dem fortbestehen.

Bei Verbindlichkeiten steht der Verein als Gesamtes dafür ein. Es gibt keinen Einzelnen, der persönlich dafür einstehen muss. Dies ist selbstverständlich nicht der Fall, wenn derjenige selbst für einen Fehler verantwortlich ist, der zur Verbindlichkeit führte.
Eingetragener Verein – kurz und knapp

Der Verein muss offiziell beim zuständigen Amtsgericht registriert werden.
Die Eintragung erfordert das Erfüllen diverser formaler Voraussetzungen.
Der Verein kann eine eigene Satzung ausgestalten, die an das deutsche Recht gebunden ist.
Eine demokratische Organisation des Vereins ist verpflichtend.

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