Einkommensnachweis/Gehaltsnachweis – was ist das? Aufklärung

Einkommensnachweis/Gehaltsnachweis

In vielen Situationen des täglichen Lebens werden wir Menschen um die Übersendung oder die Vorlage eines Einkommensnachweises bzw. Gehaltsnachweises gebeten. Dem normalen Bürger, der in der Regel nicht besonders häufig mit bürokratischen Dingen in Berührung kommt, ist jedoch oftmals gar nicht so genau klar, was mit einem Einkommens- oder Gehaltsnachweis eigentlich gemeint ist.

Viele Menschen stellen sich daher folgende Fragen:

  • Was versteht sich unter den beiden Ausdrücken “Gehaltsnachweis” und “Einkommensnachweis”?
  • Wie hängen diese beiden Begriffe miteinander zusammen
  • und warum werden wir so häufig aufgefordert diese vorzulegen?

Diesen Fragen sind wir für Sie einmal etwas genauer auf den Grund gegangen und möchten Ihnen in diesem Beitrag die Ergebnisse unserer Recherche präsentieren.

Einkommens- und Gehaltsnachweis – Definition

Wie die Bezeichnung dieser beiden Begriffe schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei jeweils um einen Nachweis, also um einen Beleg dafür, dass etwas tatsächlich so ist, wie vorab geschildert oder angegeben. Ein Nachweis ist einfach gesprochen also ein Beweis für eine Aussage. Da sich diese Nachweise auf das Einkommen bzw. auf das Gehalt beziehen, dienen sie der Bestätigung von Angaben, die über zur Verfügung stehende, regelmäßige finanzielle Mittel gemacht worden sind.

Es handelt sich bei Gehalts- und Einkommensnachweisen somit um schriftliche Dokumente, die Auskunft über den Verdienst eines Menschen und somit über seine finanziellen Einkünfte geben. Man könnte somit davon ausgehen, dass es sich bei einem Einkommensnachweis und einem Gehaltsnachweis um ein und denselben Begriff handelt. Dies trifft jedoch nur bedingt zu.

Zwar dienen beide Nachweise dem Beleg über finanzielle Einkünfte einer Person, ein Gehaltsnachweis setzt jedoch voraus, dass diese Person bei einem Unternehmen als Angestellter tätig ist und ein Gehalt für seine Arbeitsleistung erhält. Dieses Gehalt, das im Übrigen zu einem vereinbarten Stichtag dem Bankkonto des Arbeitnehmers gutgeschrieben wird, wird in Form eines Gehaltsnachweises schriftlich dokumentiert.

Dieses Dokument wird häufig auch als Gehaltsabrechnung bezeichnet. Hierbei werden sowohl alle notwendigen personenbezogenen Daten des Arbeitnehmers als auch sein Bruttogehalt samt etwaiger Abzüge (beispielsweise Sozialabgaben und Steuern) und dem verbleibenden Nettolohn genau aufgeführt.

Ein Einkommensnachweis hingegen gibt zwar ebenfalls Auskunft über die Einkünfte einer Person, jedoch können diese Einkünfte auch aus selbstständiger oder freiberuflicher Tätigkeit stammen. Rechnungen beispielsweise, die ein selbstständiger für eine erledigte Arbeit gestellt hat, oder Gutschriften, die er für seine Leistung erhält, können somit ebenfalls als Einkommensnachweis gelten. Auch Einkünfte aus Nebentätigkeiten und deren Belege fallen in aller Regel unter den Begriff Einkommensnachweis.

Wichtig ist in jedem Falle, dass sämtliche Nachweise unabhängig davon, ob Sie sich auf ein festes Gehalt oder Einkünfte aus freiberuflicher/ selbstständiger oder nebenberuflicher Tätigkeit ergeben, stets sorgfältig abgelegt und aufbewahrt werden.

Warum werden Einkommens- und Gehaltsnachweise benötigt?

Die Vorlage von Nachweisen über die finanziellen Einkünfte einer Person sind insbesondere dann wichtig, wenn größere Veränderungen oder Ereignisse im Leben eines Menschen anstehen, für die die finanzielle Situation von Bedeutung ist. Dies ist beispielsweise immer dann der Fall, wenn eine Wohnung angemietet oder ein Auto geleast werden soll.

In beiden Fällen sind monatliche Mietkosten vom Mieter/ Leasingpartner zu entrichten. Damit der andere Vertragspartner sichergehen kann, dass diese Miete auch regelmäßig vom Mieter bezahlt werden kann, sichert dieser sich ab, in dem er mittels Vorlage von Gehalts- und Einkommensnachweisen Auskunft über die finanzielle Situation des Mieters erhält.

Gleiches gilt auch dann, wenn ein Kredit oder eine Finanzierung für den Kauf einer Sache aufgenommen werden soll. Häufige Beispiele hierfür sind Immobilien oder Grundstückskäufe, Autokäufe oder auch sogenannten Privatkredite zur freien Verwendung. Da der Vertragspartner in einem solchen Fall meist eine Bank ist, benötigt auch diese zur Absicherung und zum Beleg über die Zahlungsfähigkeit einer Person entsprechende Nachweise über sämtliche Einkünfte

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