Einkünfte aus Kapitalvermögen im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter Einkünften aus Kapitalvermögen?

Als Einkünfte aus Kapitalvermögen (Kapitaleinkünfte) bezeichnet man gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 5 und § 20 EStG nicht nur Einkünfte aus Zinsen und Dividenden sondern auch Einkünfte aus Stillhalterprämien von Optionsgeschäften und Einkünfte aus Diskontbeträgen von Wechseln. Diese Einkunftsarten unterliegen alle der so genannten Abgeltungssteuer und werden direkt an der Quelle abgezogen. Dies unterscheidet sie von den anderen 6 Einkunftsarten, welche mit dem persönlichen Steuersatz des Steuerpflichtigen besteuert werden.

Dabei gilt zu beachten, dass die anderen 6 Einkunftsarten aber aufgrund der so genannten Subsidiaritätsklausel immer Vorrang haben. Somit muss ein Einzelunternehmer der in seinem Betriebsvermögen auch Einkünfte aus Kapitalvermögen hat, diese im Rahmen der Gewerbesteuer versteuern, da die Einkünfte in diesem Fall zu den gewerblichen Einkünften gezählt werden.

Generell gilt zu beachten, dass die Werbungskosten in diesem Fall durch den Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 € (oder 1.602 € bei Zusammenveranlagung) pauschal berücksichtigt werden. Diese Sparer-Pauschbeträge können bei einer Bank als Freistellungsaufträge eingerichtet werden. Somit zieht die Bank die Abgeltungssteuer bis zu der im Freistellungsauftrag angegebenen Höhe nicht ab.

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