Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft leicht erklärt + Beispiel

Grundlegende Informationen zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 13 EStG (kurz: Einkünfte aus L+F) umfassen u.a. Einkünfte aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau und unter bestimmten Bedingungen aus der Tierzucht und Tierhaltung.
Zudem gehören gem. § 13 Abs. 1 Nr. 2 EStG i.V.m. § 62 BewG auch z.B. die Binnenfischerei, die Imkerei und die Saatzucht dazu.

Lediglich land- und forstwirtschaftliche Großbetriebe, die die Größenkriterien des § 141 Abs. 1 AO überschreiten, z.B. mehr als 500.000 € Umsatz im Kalenderjahr erzielen, ermitteln den Gewinn gemäß Betriebsvermögensvergleich, also mit Hilfe der Buchführung. Ansonsten kann der Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen gemäß § 13a EStG ermittelt werden.

Land- und Forstwirte haben zudem ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni (§ 4a Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG mit Abweichungsoptionen nach § 8c EStDV z.B. für Weinbauern).

Zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft gehören nach § 14 EStG auch Gewinne aus der Veräußerung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs oder Teilbetriebs.

Freibetrag Land- und Forstwirtschaft

Gemäß § 13 Abs. 3 EStG gibt es für land- und forstwirtschaftliche Einkünfte einen Freibetrag von 900 € bzw. den doppelten Betrag in Höhe von 1.800 € bei zusammenveranlagten Ehegatten. Dies gilt jedoch nur, wenn die Summe der Einkünfte 30.700 € bzw. 61.400 € bei Zusammenveranlagung nicht überschritten wird.

 

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Autor(in) des Artikels:

mm

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.

Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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