Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Was sind Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit?

Als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit bezeichnet man abgesehen von Kapitaleinkünften, die in Deutschland am häufigsten vorkommende Einkommensart. Gemäß § 19 Abs. 1 EStG zählen zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit vor allem Gehälter und Löhne aber auch Gratifikationen, Tantiemen oder andere Bezüge, welche aus einem Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen oder privaten Dienst hervorgegangen sind. Zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit zählen neben dem monatlichen Lohn aber auch sonstige Bezüge wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld und Sachbezüge, wie die private Nutzung eines Firmenwagens. Die Steuererhebung auf nichtselbstständige Einkünfte erfolgt mittels der Lohnsteuer.

Bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit wird der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten versteuert. Ohne Einzelnachweis von Werbungskosten kann auch gemäß § 9a Satz 1 Nr. 1 a) EStG ein festgelegter Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 € abgezogen werden.

Für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit gilt gemäß § 11 Abs. 1 Satz 4 und § 38a Abs. 1 Satz 2 und 3 EStG das allgemeine Zuflussprinzip. Das bedeutet, dass der laufende Monatslohn in dem Kalenderjahr als bezogen gilt, in dem der Lohnabrechnungszeitraum endet. Wird der Dezemberlohn z.B.: erst am 5. Januar ausbezahlt, wird er trotzdem noch zu den Einkünften der Vorjahres gezählt.

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