Einkünfte aus selbstständiger Arbeit im Steuerrecht leicht erklärt + Beispiel

Was versteht man unter Einkünften aus selbstständiger Arbeit?

Unter Einkünften aus selbstständiger Arbeit oder kurz „EasA“ versteht man die Einkünfte von freiberuflich tätigen Personen, welche gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 3 und § 18 EStG geregelt werden. Die Gewinnermittlung bei selbstständiger Tätigkeit kann mittels Einnahmenüberschussrechnung durchgeführt werden. Dabei spielt die Höhe der Einkünfte keine Rolle. Die Einkünfte unterliegen nicht der Gewerbesteuer, weshalb der Selbstständige auch keine Bilanz führen muss.

Die Vorteile einer selbstständigen Tätigkeit liegen damit in der Befreiung von der Gewerbesteuer und in der Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 3 EStG.

Zu den Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit zählen:

  • Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit
  • Einkünfte aus einer selbstständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeit
  • Einkünfte aus selbstständiger Berufstätigkeit, wie sie z.B.: von Ärzten, Rechtsanwälten, Notaren, Vermessungsingenieuren, Architekten, Wirtschaftsprüfer, Steuerberatern, Journalisten, usw. ausgeübt wird. Hier setzt die selbstständige Tätigkeit wiederum voraus, dass die Personen in keinen Anstellungsverhältnis stehen, d.h.: ein Arzt der für eine Klinik arbeitet, wäre demnach nicht selbstständig tätig. Dabei darf sich die freiberuflich tätige Person, wenn sie leitend und eigenverantwortlich tätig ist, aber trotzdem der Mithilfe von fachlich vorgebildeten Arbeitskräften bedienen und wird trotzdem weiter als freiberuflich eingestuft.
  • Einkünfte aus sonstiger selbstständiger Tätigkeit wie z.B.: aus der Tätigkeit als Vermögensverwalter oder als Aufsichtsrat.

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