Embargo in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Ein Embargo ist ein Handelsverbot mit einem oder mehrerer Länder. Sowohl Einzelstaaten, wie auch Staatenverbände können ein solches Embargo aussprechen. Hierbei wird sowohl der Im- wie auch der Export erfasst. Sollten Unternehmen hiergegen verstoßen, zieht dies Konsequenzen nach sich. Welche die rechtlichen Konsequenzen sind, unterscheidet sich von Land zu Land.

Das wird vom Embargo erfasst

Es können sowohl der Güterverkehr, als auch der Dienstleistungsverkehr vom Embargo erfasst werden. Beispielsweise war sowohl der Zigarrenhandel von Kuba nach USA, wie auch die Einreise von Bürgern der USA nach Kuba im Rahmen eines Embargos untersagt. Selbst amerikanische Unternehmen wurden mit einem Exportverbot nach Kuba behaftet. Generalisierende Embargos sind äußerst selten. Meist gelten sie nur für Teilbereiche wie beispielsweise Dienstleistungen des Finanzsektors, Waffenwirtschaft oder andere einzelne Warengruppen.

Absichten

Einzelstaaten oder Staatenverbände wollen mit einem Embargo häufig ein politisches Handeln des betroffenen Staates erwirken. Hierbei können sowohl militärische, humanitäre oder wirtschaftliche Interessen ausschlaggebend sein. Beispielsweise wurde gegenüber Russland ein Handelsembargo ausgesprochen als es die Krim annektierte. Das Embargo Amerikas gegenüber Kuba intendierte einen Machtwechsel des Inselstaates zu erreichen. Es wird deutlich, dass die Gründe eines Embargos vielfältig sein können.

Die wirtschaftlichen Gründe

Ein Embargo wird häufig als Mittel einer wirtschaftsstarken Nation gegen wirtschaftsschwache Staaten genutzt. In manchen Konstellationen ist dies nicht die gängige Methode. Beispielsweise wird ein Staat mit besonderen Ressourcen wie beispielsweise Öl, von denen der wirtschaftsstarke Staat abhängig ist, selten ein Embargo auferlegt bekommen. Dies ist stets in Einzelzusammenhängen zu betrachten.

Ziele eines Embargos

Das häufigste Ziel ist das Herbeiführen eines politischen Wandels. Bezieht sich das Embargo auf einen Stopp des Waffenhandels, hat dies den Grund die militärische Kraft des Landes zu mindern. Erfolgt ein Embargo von Finanzdienstleistungen, wird ein innenpolitischer Druck auf die Staatsführer aufgebaut. Ein Machtwechsel kann die Folge sein. Als Negativbeispiel ist hierbei das Embargo der USA gegen Kuba zu nennen. Den angestrebten Machtwechsel erreichten sie mit dem Embargo nie.

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Embargo – kurz und knapp

Ein Embargo des Handels ist ein Boykott der Importe und Exporte in und aus einem bestimmten Land. Die Gründe sind politischer oder wirtschaftlicher Natur. Embargos können allumfassend oder nur teilweise ergehen.

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