Empfindsamkeit Epoche – Merkmale, Hintergründe & Literatur/Autoren

Die Empfindsamkeit ist eine Strömung der Aufklärung. In Frankreich begann sie bereits um 1720, etwa 20 Jahre später fand sie sich auch in der deutschen Literatur wieder. 1790 wird als der Endpunkt dieser Strömung angesehen.

Merkmale

Der Name spricht eigentlich schon aus, worum es in der Empfindsamkeit geht: man traute sich (wieder), die Gefühle an- und auszusprechen. Sinnliche Liebe und religiöses Mitleid durften wieder ausgesprochen werden. Sentimental und empfindsam sind zwei wichtige Stichworte, die die Werke dieser Zeit charakterisieren.
Man las nun mehr Romane anstatt Dramen. Das lyrische Ich war in Gedichten nun eher in der Lage seine Empfindungen auszudrücken und besser darzustellen.

Hintergründe

Die Epoche der Empfindsamkeit ist aus der Aufklärung entstanden. Oft wird gesagt, dass es sich um eine Gegenbewegung zur Aufklärung handelt, tatsächlich ergänzen sich die beiden Strömungen aber eher. Die Aufklärung wird als rational und vernünftig beschrieben. Die Empfindsamkeit begleitet sie mit sentimentalen und sanfteren Gefühlen. Diese beiden Strömungen gehen Hand in Hand.

Literatur und Autoren

Wichtige Autoren dieser Epoche waren Sophie von La Roche, Matthias Claudius und Christian Fürchtegott Gellert.
Auch Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ aus dem Jahr 1774 war noch sehr von der Empfindsamkeit geprägt.

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