Englische Familiennamen: Top 5 + Bedeutung/Herkunft

Englische Familiennamen

Englische Familiennamen sind auch im deutschsprachigen Raum völlig geläufig, weil nicht zuletzt Film und Musik aus diesem Kulturraum und die dortigen Protagonisten große Bekanntheit besitzen. Welche englischen Familiennamen aber sind die häufigsten? Da gibt es eine ganz klare Top 5, die wir hier mit der jeweiligen Bedeutung und Entstehung vorstellen.

1. Smith

Zahlreiche “Smiths” in aller Welt

“Smith” ist nicht nur der häufigste Nachname in Großbritannien, sondern auch in den USA, in Neuseeland, in Kanada und in Australien. In Irland ist Smith immerhin noch der fünfthäufigste Nachname. In England tragen über 700.000 Menschen diesen Nachnamen, also mehr als 1 Prozent der gesamten Bevölkerung.

Entstanden ist er natürlich aus der Berufsbezeichnung des englischen Wortes für Schmied. Offenbar ein ziemlich häufiger Beruf in jener Zeit, als die Nachnamen sich herausbildeten. Das war in England etwa ab dem 11. Jahrhundert der Fall und der Anlass dafür war die Eroberung durch die Normannen im Jahr 1066. Diese hatte einen enormen Einfluss auf die Kultur in England. Der erste bekannte, auf diesen Namen registrierte Mensch lebte aber schon ein Jahrhundert zuvor. Es war der Ecceard Smith, der sich 975 im County Durham mit diesem Namen eintragen ließ.

Das Wort selbst hat seinen Ursprung im Altenglischen, stammt hier vom Wort “to smite” ab und bedeutet eben, zu schmieden. Auch in anderen Sprachen ist diese Berufsbezeichnung sehr verbreitet, Varianten des englischen Smith sind im Deutschen beispielsweise Schmidt oder Schmitz. Aufgrund seiner sehr großen Verbreitung wird der Name Smith im englischsprachigen Raum auch gerne von Menschen verwendet, die ihre wahre Identität verschleiern möchten.

2. Jones

Die Bedeutung des zweithäufigsten Nachnamens auf Englisch ist schlicht “Sohn von John”. Am verbreitetsten ist er in Wales und im südlichen England. Anders als der Name “Smith” gibt es erst Aufzeichnungen von Menschen mit diesem registrierten Namen aber erst im Jahr 1273. Damals war es eine Frau namens Matilda Jones, die diesen Nachnamen somit offiziell in England einführte.

In Wales tragen gleich über 5 Prozent der Bevölkerung den Nachnamen Jones. Im gesamten England sind es etwa 0,75 Prozent, womit Jones dennoch den zweiten Platz in der Liste der häufigsten Nachnamen in England bekleidet. In den USA waren es beim letzten Zensus immerhin noch 0,5 Prozent aller Einwohner, deren Familienname “Jones” lautet.

In Wales diente die weite Verbreitung des Vornamens “John”, was auf den biblischen Johannes zurückgeht, auch dazu, die klarere Identifikation mit dem Christentum als durch ursprüngliche walisische Namen (wie LLewelyn oder Marauded) zu unterstreichen. Als Resultat der damaligen Veränderungen bei der Namensgebung heißt heute mehr als jeder 20. Einwohner von Wales Jones mit Nachnamen.

3. Taylor

Der Name “Taylor” wiederum geht auf den Beruf des Schneiders zurück. Er wurde von den Normannen in England eingeführt und geht auf das französisch “tailor” zurück, mit derselben Bedeutung, aber leicht anderer Schreibweise. Dies wiederum stammt vom Lateinischen “taliare” ab, was schlicht schneiden bedeutet. Entsprechend der Entstehungsgeschichte in Bezug auf England datiert die erste bekannte Erfassung einer Person mit diesem Nachnamen aus dem Jahr 1182 und fand im County Somerset statt. Anders als der Name Jones ist der Name Taylor in England aber deutlich verbreiteter als in Wales. In England rangiert er auf Rang 3 der Liste der häufigsten Familiennamen, in Wales nur auf dem 22. Platz.

4. Williams

Im Falle des Nachnamens “Williams”, vierthäufigster Nachname in England handelt es sich wie bei “Jones” um ein Patronym. Dies bedeutet, dass sich der Nachname aus dem Vornamen des Vaters ableitet, der in diesen Fällen wie unschwer zu erkennen ist, “William” gewesen sein muss. Da auch dieser Vorname zur Zeit der Festlegung der Familiennamen große Verbreitung besaß, ist Williams an vierter Stelle der Liste der häufigsten englischen Familiennamen. Ursprünglich stammte auch der Vorname William aus dem Französischen, welchen man im Englischen unverändert übernommen hat. Dieser wiederum hat seine Wurzeln im germanischen Namen “Wilhelm”, der sich aus den Bedeutungen Will = Wille und helm = Helm, Schutz zusammensetzt.

5. Brown

Bei diesem Nachnamen handelt es sich um eine simple Beschreibung der Eigenschaften einer Person. In diesem Falle war es etwas Braunes, das die Person an sich hatte. Dabei ist allerdings unklar, ob es sich um braunes Haar, braune Kleidung oder braunen Teint der Haut handelte. Wahrscheinlich kamen alle drei Möglichkeiten zur Anwendung, um einem Menschen einen Nachnamen zuzuordnen. Besonders häufig ist er im südlichen Schottland, aber eben auch in England, wo der Familienname “Brown” den fünften Platz der Rangliste der häufigsten Familiennamen belegt.

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