Entwicklungsländer, Schwellenländer & Industrieländer leicht erklärt

Auf der Erde gibt es ungefähr 194 Länder oder besser gesagt: Staaten. Diese können aus kleinen Inseln bestehen, wie zum Beispiel Palau. Und es gibt sogenannte Riesenländer wie Indien oder Russland. Welches Land welchen wirtschaftlichen Status in der Weltwirtschaftsordnung hat, wird durch die Begriffe Entwicklungsland, Schwellenland und Industrieland unterschieden. Was diese Begriffe bedeuten, zeigen wir Ihnen leicht erklärt in diesem Artikel.

Entwicklungs-
länder

Im Vergleich zu den Industrieländern weisen Entwicklungsländer einen geringen ökonomischen Status auf. Die Politik, die allgemeine Lebenssituation und die Wirtschaft sind schlecht entwickelt. Man nennt Entwicklungsländer auch »Dritte-Welt« – Länder.

Entwicklungsländer können sehr unterschiedlich sein. Es gibt jedoch leider keine einheitlichen Merkmale, die ein Land als Entwicklungsland ausmachen, außer der schlecht entwickelten Wirtschaft. Das einzige was sie alle gemein haben ist, dass diese Länder einen sehr geringen technologischen Fortschritt aufweisen und meistens nicht in der Lage sind der Bevölkerung die grundlegende Existenz zu sichern.

In Entwicklungsländern macht die Landwirtschaft oft fast die gesamte Wirtschaftsleistung aus und es existieren fast keine Jobs in der Industrie und im Dienstleistungssektor.

Schwellen-
länder

Schwellenländer gehören eigentlich noch zu den Entwicklungsländern, nur dass sie die typischen Merkmale nicht mehr aufweisen. Sie stehen »an der Schwelle« vom Entwicklungsland zum Industrieland. Man nennt sie auch die „zweite Welt“-Länder.

Solche Länder befinden sich in der Regel am Anfang oder im fortgeschrittenen Prozess der Industrialisierung. In den Schwellenländern gibt es oft eine enorme Kluft zwischen Arm und Reich. Das Land befindet sich also noch sehr stark im wirtschaftlichen Umbau.

In solchen Ländern hat die Landwirtschaft oft einen hohen Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung. Dieser Anteil geht aber langsam zurück und die Industrieanteil wächst.

Industrieländer

Industrieländer sind »Erste-Welt«-Länder. Sie sind technisch und wirtschaftlich hoch entwickelt. Kriterien für solche Länder sind ein hoher technologischer Fortschritt in der Infrastruktur, den demografischen Merkmalen (Lebenserwartung, Bildungsstand usw.), ökologische Bedingungen oder die gesundheitliche Versorgung.

In Industrieländern macht der Anteil der Landwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung meistens weniger als 5 % aus. Die Industrie und vor allem der Dienstleistungsbereich machen den meisten Anteil an der Wirtschaft aus.

Beispiele für Entwicklungsländer in Europa (2017):

Albanien
Belarus
Bosnien-Herzegowina
Kosovo
Mazedonien
Moldau, Rep.
Serbien u. Montenegro
Türkei
Ukraine

Quelle

Beispiele für Schwellenländer:

Russland
China
Indien
Brasilien
Südafrika

Beispiele für Industrieländer:

USA
Deutschland
Frankreich
Australien
Japan
Italien
Großbritannien
Schweden
usw.

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.
Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de
Geschäftsführer der Immocado UG (haftungsbeschränkt)

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