EONIA in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

EONIA ist eine Abkürzung für European Overnight Index Average. Der EONIA ist ein von der EZB täglich festgelegter Zinssatz, der als Referenz für Geldanleihen gilt. Der Zinssatz basiert auf täglichen Berichten europäischer Banken und dem sogenannten EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate). Letzterer betrachtet bei seiner Auswertung insgesamt 57 Kreditinstitute. Die Folge ist eine Orientierungshilfe für Anleger, die stets wirtschaftlich fundiert ist.

Errechnen des EONIA

Es gibt bestimmte Banken in Europa, die der EZB gegenüber mitteilungspflichtig sind. Sie stehen in der Pflicht täglich zu übermitteln welches Gesamtvolumen sie innehaben. Mit einer Rechnung, die die entsprechende Mitteilung der Banken mit dem EURIBOR kombiniert ergibt sich der EONIA. Diesen leitet die EZB anschließend weiter an den Kapitalmarkt.

Bedeutung für die Wirtschaft

EONIA ist außerordentlich wichtig für Produkte, die im Bereich der Geldanlagen agieren. Hierbei ist beispielsweise sind täglichen Staatsanleihen des Bundes auf den Zinssatz angewiesen. Doch auch für Privatanleger ist der EONIA von Bedeutung, da es ihnen ermöglicht wird die Entwicklung der Zinsen ihrer Tagesgeldkonten zu erkennen.

EONIA – kurz und knapp

EONIA stellt einen Zinssatz dar, der für Wirtschaft, Staat und Anleger gleichermaßen als Referenz gilt. Er entsteht durch eine Berechnung aus der Erwirtschaftung verschiedener europäischer Banken und dem EURIBOR.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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