Epische Texte analysieren/interpretieren – Aufbau & Tipps

Eine Analyse ist eine Kurzform einer Interpretation, in der die Interpretation leicht angedeutet wird. Im Grunde sind es zwei Arten von einer Textbeschreibung. Solche Arten von Textbeschreibungen bestehen aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.

Epische Texte analysieren/interpretieren – Einleitung

Die Einleitung beginnt immer mit einem Einleitungssatz. Der Einleitungssatz ist das Wichtigste um die Neugier des Lesers zu wecken. In einem solchen Einleitungssatz, sollten der Interpret und der Titel wiedergegeben werden und eine Kurzbeschreibung des Textes, mit einigen Worten gemacht werden.

Nach dem Einleitungssatz sollte eine Hypothese aufgestellt werden. Was will der Interpret uns mit dem Text sagen? Was ist die Intention? Welches Problem will der Interpret anprangern? Diese These sollte im Verlauf der Analyse belegt und am Ende noch einmal aufgegriffen werden.

Eine knappe Inhaltsangabe gehört ebenfalls zur Einleitung. Es sollten die 5 W-Fragen erläutert werden (Wer? Was? Wo? Wann? Warum? ) Die Inhaltsangabe ist stets im Präsens geschrieben und sollte keine Interpretationsansätze haben. Es ist eine knappe und trockene Textwiedergabe.

Epische Texte analysieren/interpretieren – Hauptteil

Im Hauptteil beginnt die eigentliche Analyse oder Interpretation. Während bei der Inhaltsangabe eine chronologische Reihenfolge des Textes eingehalten werden muss, können in der eigentlichen Analyse Sprünge zwischen Anfang und Ende des Textes gemacht werden, sobald es vom Sinn der Aussage erforderlich ist. Neben der Hypothese können weitere Thesen aufgestellt werden, die anhand von Zitaten belegt werden müssen. Die Erläuterung der Erzählperspektive gibt die ersten Aufschlüsse zu den Figuren.

Mögliche Wechsel der Erzählperspektive können explizite oder implizite Deutungen auf charakterirische Merkmale der Figuren geben. Der Zeitgeist kann die Wahl des Sprachstils rechtfertigen und gibt zusätzliche Hinweise zum Charakter der Figuren. Stilistische Mittel sollten ergriffen werden und ihre Wirkung sollte aufgeschlüsselt werden. Schlüsselszenen und widerkehrende Motive belegen die aufgestellten Thesen. Der Text kann in Sinnabschnitte geteilt werden. Im Grunde sollte bei einer Analyse ein roter Faden zu sehen sein, der die Intention „zwischen den Zeilen“ widergibt. Die Interpretationsansätze müssen stets mit Zitaten nachvollziehbar belegt werden.

Epische Texte analysieren/interpretieren – Schluss

Wichtig für den Schlussteil, ist ein abschließendes Fazit. Ebenfalls sollte die Hypothese aufgegriffen und belegt oder widerlegt werden. Einige Schlüsselszenen können aufgegriffen werden um auf das Fazit hinzulenken. Zusätzlich kann ein persönliches Statement gemacht werden. Ein persönliches Statement rundet das Fazit ab und gibt der Analyse zusätzlichen Charme und eine persönliche Note. Der Schlussteil ist zusammen mit dem abschließenden Fazit unverzichtbar für eine Analyse/Interpretation.

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