Equity-Methode in BWL leicht erklärt + Beispiel

Beim Konzernabschluss gilt für Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen (Unternehmen, auf das im Konzernrahmen maßgeblich Einfluss genommen wird, d. h. mindestens 20 % Beteiligung eines anderen Konzernunternhemens) und Tochterunternehmen, die nicht vollkonsolidiert werden, die Equity-Methode. Da ähnliche Verrechnungen wie bei der Vollkonsolidierung vorgenommen werden, wird auch der Begriff Equity-Konsolidierung verwendet.

Beteiligungsbewertung

Die Equity-Methode ist eine Beteiligungsbewertung, denn es werden weder die Vermögensgegenstände und Schulden noch die Erträge und Aufwendungen der assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz und in der Konzern-GuV ausgewiesen.

Fortschreibung

Ausgehend vom Anschaffungswert der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen wird der Equity-Wert jährlich um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Gewinne und Verluste erhöhen bzw. vermindern den Beteiligungswert (Equity-Wert) entsprechend der Beteiligungsquote des Konzerns.

Beispiel

Unternehmen „Beispiel“ aus dem Konsolidierungskreis des Konzerns erwirbt 25 % der Anteile eines Zulieferunternehmens zum Preis von 500.000 Euro

Erstmaliger Ansatz

zu Anschaffungskosten 500.000

Im Konzernanhang ist der Unterschiedsbetrag (Differenz zwischen Kaufpreis und Anteil am Eigenkapital des Zulieferunternehmens) und der Geschäftswert (Unterschiedsbetrag abzüglich stiller Reserven) anzugeben.

In den Folgejahren wird nur noch der Beteiligungsbuchwert angegeben, das heißt:

Beteiligungsbuchwert des Vorjahres
Zuzüglich Anteil am Jahresüberschuss
Abzüglich Abschreibung Anteil stille Reserven
Abzüglich Abschreibung Geschäftswert
= neuer Beteiligungsbuchwert

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