Erfolgsspaltung in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Erfolgsspaltung um die Aufspaltung des Ergebnisses eines Unternehmens. Bei der Erfolgsspaltung wird stets zwischen zwei Unterformen unterschieden: die Betriebszugehörigkeit und die Regelmäßigkeit.

Methodisch gesehen handelt es sich bei der Erfolgsspaltung um eine Vorgehensweise aus der Betriebswirtschaft, die innerhalb des Controllings stattfindet. Hierbei soll der Überschuss des erwirtschafteten Jahreseinkommens aufgeteilt werden auf die zwei zuvor genannten Komponenten (Regelmäßigkeit und Betriebszugehörigkeit).

Warum eine Erfolgsspaltung durchführen?

Erreicht ein Unternehmen zum Jahresabschluss ein zufrieden stellendes Ergebnis, stellt sich die Frage, wie dieses positive Ergebnis schnellstmöglich und bestmöglich wiederholt werden kann. Um diese Frage zu klären, muss der Erfolg aufgespalten werden und analysiert werden. Schließlich ist eine einfache Bilanz nicht selten intransparent. Ist ein Unternehmen breit aufgestellt und kümmert es sich beispielsweise zum einen um das Renovieren von Häusern und zum anderen um das Vermieten von Häusern gilt es herauszufinden wo das Geld generiert wurde. Hat das Unternehmen im Rahmen der Vermietung gut gearbeitet und im Rahmen der Renovierung nicht befriedigend, kann eine Fehleranalyse nicht stattfinden, wenn der Jahresabschluss ein durchweg positives Bild sichtbar macht. Damit das Unternehmen sich nicht von Zahlen trügen lässt wird der Erfolg aufgespalten und analysiert. Das Unternehmen aus dem Beispiel ist im besten Fall nicht zufrieden mit dem Jahresabschluss, sondern begibt sich bei Aufspaltung des Jahresabschlusses auf eine Suche nach den Fehlern im Bereich der Renovierungen, um im darauffolgenden Jahr noch besser abzuschließen.

Doch auch, wenn das Unternehmen durchweg gut gewirtschaftet und gearbeitet hat, können andere Faktoren dafür sorgen, dass das eigentlich gute Ergebnis geschmälert wird. Hierbei sind beispielsweise ungeahnte Kosten wie Prozesskosten zu nennen.

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Alles beginnt mit dem Jahresüberschuss

Bei der Berechnung und Analyse im Rahmen der Erfolgsaufspaltung beginnt das Controlling mit dem entsprechenden Jahresüberschuss. Hierbei findet eine Gewinnrechnung und Verlustrechnung statt. Bei er genauen Analyse müssen dann die außerordentlichen von ordentlichen Aufwendungen unterschieden werden. Die außerordentlichen Aufwendungen müssen dann aus der Analyse ausgeklammert werden. Schließlich sind Kosten wie hohe Prozesskosten nicht planbar und können aus diesem Grund nicht in die strategische Planung des nächsten Jahres einbezogen werden.

Die unterschiedlichen Ergebnisse

Nach dem Trennen des ordentlichen vom außerordentlichen Ergebnis, wird das ordentliche Ergebnis noch weiter aufgespalten. Zunächst einmal wird aus dem ordentlichen Ergebnis ein Finanzergebnis gebildet. Dieses besteht aus Finanzaufwendungen und Finanzerträgen. Vereinfacht gesagt sind hierbei vor allem der Wertpapiermarkt von Belang.

Erfolgsspaltung – kurz und knapp

Erfolgsspaltung ist methodisch gesehen in der Unternehmensabteilung des Controllings angesiedelt. Die Ergebnisse eines Jahresabschlusses sollen ergründet und analysiert werden. Außerordentliche, unvorhergesehene Ausgaben und Verwendungen sollen dabei ausgeklammert werden. Werden nur ordentliche Ausgaben analysiert, kann die Strategie für den weiteren Weg des Unternehmens sorgsam und nur unter Betrachtung relevanter Parameter geplant werden.

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