Erfüllungsort in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Erfüllungsort ist der Ort wo die vertragliche Verbindlichkeit vom Schuldner an den Gläubiger geleistet werden soll. Unterschieden wird hierbei zwischen der Schick-, Hol- und Bringschuld. Bei der Schickschuld wird die Leistung mittels eines Dritten, der den Versand übernimmt, vollbracht. Die Erfüllung findet dann am Wohnort des Gläubigers statt. Erfüllungs- und Leistungsort fallen hierbei also auseinander. Die Holschuld ist der Erfüllungsort der Wohnsitz des Schuldners. Der Gläubiger ist dazu verpflichtet die Erfüllung der Leistung beim Schuldner zu „holen“. Bei der Bringschuld „bringt“ erbringt der Schuldner die Leistungserfüllung am Wohnort des Gläubigers.

Erfüllungsort – kurz und knapp

Der Erfüllungsort ist einer der wichtigsten Vertragsbestandteile (essentialia negotii) zwischen Gläubiger und Schuldner. Geregelt wird hierbei der Ort an dem die Leistung erfüllt werden soll. Zu beachten ist stets die Regelung des Gefahrübergangs. Vor allem im Verhältnis B2B kann dies wichtig werden. Schließlich geht die Gefahr des Untergangs der Sache im Rahmen der Schickschuld mit Übergabe an den Versendungsgehilfen auf den Gläubiger übergehen. Aufgrund möglicher hoher Versandkosten oder Anfahrtskosten, sind auch wirtschaftliche Auswirkungen des Erfüllungsortes möglich.

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