Ergänzungskapital in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Eine beliebte Möglichkeit von Banken, ihr Kapital zu erhöhen oder ihren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit zu garantieren, ist das sogenannte Ergänzungskapital. Die Vorschriften für europäische Banken sind äußerst streng ausgestaltet. Risikobehaftete Industrien können äußerst selten als Investment genutzt werden. Die positive Folge ist eine viel geringere Qualität der Haftung. Sollte ein betreffendes Unternehmen in die Insolvenz geraten, sind zunächst die Gläubiger zu befriedigen und erst anschließend die Geber von Kapital. Das Ergänzungskapital häuft ein Kreditinstitut zusätzlich zu den anderen Finanzen an, um den Gläubigern ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten.

Sollten die Kapitalgeber sich für ein Investment entscheiden, verpflichten sie sich für mindestens acht Jahre der Bank Geld zuzuschießen. Sollte sich der Kapitalgeber für ein Investment in eine Anlage mit hohem Risiko entscheiden, ist dieses Investieren lediglich in einem sehr geringen Umfang erlaubt. Im Rahmen des Jahresabschlusses wird das Ergänzungskapital dann mit sehr geringer Haftungsqualität bewertet.

Unterschiedliche Klassen des Ergänzungskapitals

Das Ergänzungskapital wird in zwei Klassen eingeteilt. Diese beiden Klassen werden Klasse I und Klasse II genannt. Die erste Klasse hat eine Obergrenze von 100 Prozent. Genauer gesagt darf selbiges maximal genau so hoch sein wie das Eigenkapital, das der Bank zur Verfügung steht.
Im Unterschied dazu steht die Klasse II. Diese darf maximal halb so hoch sein wie das Eigenkapital des Finanzinstituts. Damit darf es lediglich 50 Prozent des Eigenkapitals erreichen.

Sollte ein Gläubiger den Schritt wagen ein Investment in ein Ergänzungskapital zu investieren, besteht ein erhöhtes Risiko das selbige Kapital restlos zu verlieren. Dies folgt daraus, dass das komplette Ergänzungskapital in die Insolvenzmasse fließt. Sollte ein Kreditinstitut schlimmstenfalls insolvent werden, werden aus der Insolvenzmasse und, damit einhergehend, aus dem Ergänzungskapital zunächst einmal die Gläubiger befriedigt. Demzufolge kann das komplette Investment des Anlegers wegfallen.

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Ergänzungskapital – kurz und knapp

Ein Ergänzungskapital wird von Investoren an Banken gezahlt. Die Folge ist eine Erhöhung der Sicherheit für die Gläubiger. Dies folgt daraus, dass letztere im Falle einer Insolvenz, aus dem Ergänzungskapital befriedigt werden. Die Verpflichtung zur Zahlung des Ergänzungskapitals beläuft sich auf mindestens acht Jahre. Das Ergänzungskapital wird dabei in zwei Klassen unterschieden. Diese unterscheiden sich in der Qualität der Haftung.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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