Erich Hackl – Biografie & Inhaltsangaben

Der österreichische Schriftsteller Erich Hackl. Foto © Hermann Tschofenig
Der österreichische Schriftsteller Erich Hackl. Foto © Hermann Tschofenig

Erich Hackl ist ein Schriftsteller, der die harten Lextionen des Faschismus in Erzählungen und Hörspiele packt. Der Österreicher hat sowohl Germanistik als auch Hispanistik studiert und später auch beide Sprachen unterrichtet und auch aus dem Spanischen übersetzt.

Erich Hackl wurde 1954 in Österreich geboren, sein Studium führte Ihn jedoch auch nach Salamanca und Malaga und seine berufliche Tätigkeit später nach Madrid und wieder zurück nach Wien, in die Heimat. Die Mischung aus Heimatverbundenheit und Weitblick, die Hackl mitbringt, machen seine Werke unverwechselbar. Hackl erzählt von der Zeit des Nationalsozialismus in Austrofaschismus in Österreich.

Er deckt historische Fakten aus dieser Zeit auf und beschreibt sie, dokumentiert Geschichte, ohne, dass es verstaubt wirkt.
Seine Werkte zeigen einen Rundumblick. Sie beschränken sich nicht nur auf die Täter und Opfer dieser Zeit, sondern blicken auch in die Leben vermeidlicher Mitläufer. Hackl zeigt Handlungsalternativen auf und bringt den Leser oder auch Hörer zum Nachdenken.
Bereits als Hackl in Wien Deutsch und Spanisch unterrichtet, arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzter. Er übersetzt vor allem lateinamerikanischer Literatur und ist auch Herausgeber zahlreicher Werke aus Lateinamerika und Österreich.

Ob als Schreiber, oder Herausgeber, als Lehrer oder Erzähler, Erich Hackl fördert den gesellschaftlichen Disput und wird sowohl für seine Werke, als auch für sein gesellschaftliches Engagement mehrfach ausgezeichnet.

Die Werke Hackls sind sorgfältig recherchiert und lebendig, denn der Autor stöbert nicht nur in Archiven, sondern spricht auch mit Zeitzeugen, um Geschichte wieder lebendig zu machen. Wer Hackl noch nicht kennt, sollte seine bekannte Erzählung „Abschied von Sidonie“, unbedingt lesen.

Werke

1984 »Erinnerungen an einen Aufstand. Steyr – Februar 1934« (Hörspiel)
1985 »Blauer Winkel« (Hörspiel)
1986 »Tod einer Wunschmaschine« (Hörspiel)
1987 »Auroras Anlaß« (Erzählung)
1989 »Abschied von Sidonie« (Erzählung)
1991 »König Wamba« (Märchen)
1995 »Sara und Simón« (Erzählung)
2000 »Die Hochzeit von Auschwitz« (Erzählung)
2007 »Als ob ein Engel« (Erzählung)
2010 »Familie Salzmann« (Erzählung)
2014 »Drei tränenlose Geschichten« (Erzählungen)

Auszeichnungen

1980 Preis des Literaturwettbewerbs der Kulturinitiative »Junges Steyr«
1981 Nachwuchsstipendium für Literatur des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
1987 Literaturpreis des ZDF-Kulturmagazins »Aspekte«
1988 Erster Preis des Drehbuchwettbewerbs »Genf-Europa« der Union der europäischen Rundfunkorganisationen (EBU) für »Abschied von Sidonie«
1990 Fernsehpreis der Österreichischen Volksbildung für »Abschied von Sidonie«, gemeinsam mit Karin Brandauer, der Regisseurin der TV-Verfilmung
1991 Literaturpreis des Verbandes evangelischer Büchereien
1994 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur
2002 Solothurner Literaturpreis
2003 Preis der Stadt Wien für Publizistik und Literatur
2004 Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln
2010 Ehrendoktorat der Universität Salzburg
2013 Großer Kulturpreis des Landes Oberösterreich
2014 Staatspreise für literarische Übersetzung
2015 Willy und Helga Verkauf-Verlon-Preis für österreichische antifaschistische Publizistik

Inhaltsangaben

  • Abschied von Sidonie – In der sachlichen Erzählung „Abschied von Sidonie“, verfasst von Erich Hackl, geht es um ein reales Ereignis zur Zeit des dritten Reiches. Hierbei handelt es sich um die Lebensgeschichte des Roma-Mädchens Sidonie Adlersburg, welche im Jahre 1933 als Findelkind von einer österreichischen Familie aufgenommen wird. Kurz vor Ende des Krieges verstirbt Sidonie mit nur 10 Jahren im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. … weiter lesen

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