Erlebniserzählung schreiben – Tipps & Beispiele/Aufbau

Unter einer Erlebniserzählung versteht man einen meist in der Ich-Form verfassten Text, welcher eine selbst erlebte bzw. selbst vorgenommene Handlung beschreibt. Dabei gibt es typische Rahmenthemen, dessen der Autor sich für seine Erzählungen bedient:

1. Begegnung mit Tieren
2. Tag in der Schule
3. Erlebnisse in den Ferien
4. die eigene Geburtstagsfeier
5. der Lieblingssport

und noch viele mehr. Wichtig dabei ist lediglich, dass der Schreiber sich seiner Erinnerung bedient, denn dadurch kann er viel lebhafter und spannender erzählen, weil er sich seiner eigenen erlebten Emotionen bedienen kann.

Beim Verfassen einer Erlebniserzählung sind folgende Aspekte zu beachten:

  • für das Wiedergeben von etwas bereits Erlebten wird stets die Vergangenheitsform benötigt
  • für eine spannendere Ausgestaltung sind der Einsatz von wörtlicher Rede, vielen Adverbien und Adjektiven von Vorteil
  • ebenso sollte sich die Erzählung in ihrem Verlauf auf einen Höhepunkt hin ausrichten
  • für eine klare Struktur machen sich auch Absätze und Zeilenwechsel sehr gut
  • die Gedanken und Gefühle der handelnden Personen sollten möglichst gut und anschaulich beschrieben werden, um dem Text mehr Tiefe und Lebendigkeit zu verleihen

Hier ein Beispiel für eine Erlebnisgeschichte:

Der überraschende Besucher

Als ich am Sonntag Morgen früh aus dem Bett kletterte, war ich schon ganz aufgeregt. Mein Papi hatte mir am Vortag erzählt, dass uns heute ein alter Freund von ihm besuchen käme und ich freute mich schon sehr darauf.

Wie der Sausewind lief ich die Treppe hinunter zu meiner Mami in die Küche.
„Mami, Mami, wann kommt denn Papi’s Freund?“, rief ich hechelnd.
„Ach Maxilein, das dauert noch. Es ist ja gerade einmal sieben Uhr in der Früh. Komm setz dich her und frühstücke ein wenig.“

Nachdem ich schnell mein Toast mit Nutella gemampft hatte, stapfte ich zurück nach oben und zog meine liebste Latzhose mit einem roten Pulli an. Noch nie hatte ich so schnell Zähne geputzt, wie an diesem Morgen. Schließlich wollte ich doch voll und ganz einen guten Eindruck machen. Doch der Vormittag verstrich viel zu schnell und ich wartete bisher vergebens am Fenster auf die Ankunft eines Autos.

„Mami, wann kommt er denn endlich?“, fragte ich ungeduldig und mit den Beinen wippend.
„Na vielleicht ist etwas dazwischen gekommen.“

Enttäuscht zog ich mich auf das Sofa zurück und blätterte desinteressiert in einem Fußball-Heftchen. Nicht auszudenken, wenn die ganze Aufregung umsonst gewesen war und Papi wohlmöglich doch alleine wieder Heim kam. Als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte und mich grade wieder in mein Zimmer zurückziehen wollte, hörte ich plötzlich ein leises Wiehern und Hufgetrappel. Ich schnellte sofort vom Sofa hoch und rannte zur Terrassentür – und glaubte kaum, was ich dort sah: In unserem Garten stand ein wunderschönes Pony.
Neben ihm stand ein hoch gewachsener bärtiger Mann und mein Papi. Ich freute mich so sehr und lief ihnen rasch entgegen. Sie hatten mir einen neuen Freund mitgebracht.

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