ETFs – die neuen Sterne am Anlagehimmel

Für Studenten, die sich ein wenig mit Geldanlage beschäftigen, dürfte der Begriff ETF kein Fremdwort sein. Wer sich jedoch bislang vom Thema Börse ferngehalten hat, dürfte mit dieser noch recht jungen Anlageklasse wenig anfangen können. Aktienfonds dürften soweit bekannt sein, als die Fondsmanager im Rahmen eines Fonds die unterschiedlichsten Aktien kaufen und verkaufen, und so versuchen, eine möglichst gute Wertentwicklung des Fonds zu erzielen. In diesem Fall spricht man von „aktiv gemanagten Fonds“. Das Management versucht, mit seinem Fonds die sogenannte Benchmark, den zugeordneten Index zu übertreffen. Für einen Fonds mit deutschen Standardwerten wäre der DAX 30 die Benchmark.

Der Index als Fonds

ETFs, Exchange Trading Funds, heißen auf Deutsch Indexfonds. Im Gegensatz zu einem aktiven Fonds bildet der Indexfonds einfach den Index ab, auf den er sich bezieht. Mit anderen Worten, ein ETF auf den DAX 30 spiegelt den DAX durch die Zusammensetzung der enthaltenen Wertpapiere eins zu eins wider. Warum den Index jagen, wenn der Index als primäre Anlage genauso geeignet ist? Die Tatsache, dass das Fondsmanagement nur eingreifen muss, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert, schlägt sich natürlich auch auf die Kosten nieder. Die Verwaltungskostenquote beträgt bei ETFs nur einen Bruchteil im Vergleich zu einem aktiven Fonds. Dieser Umstand kommt natürlich am Ende auch der Rendite zugute. Der Vorteil auf der Kostenseite zeigt sich aber noch in einem anderen Bereich. Aktiv gemanagte Fonds werden gegen einen Ausgabeaufschlag verkauft. Dieser beträgt bei Aktienfonds in der Regel fünf Prozent. Wer 5.000 Euro anlegen möchte, muss also 250 Euro Aufgabeaufschlag, Agio, bezahlen. „Exchange Trading Funds“ bedeutet, dass diese Fonds über die Börse gehandelt werden. Es fällt daher kein Ausgabeaufschlag bei Erwerb an, nur die Courtage. Und diese Courtage beträgt bei der richtigen Brokerwahl nur wenige Euro, im Idealfall 4,95 Euro, unabhängig von der Höhe der Order. Es wird also deutlich, weshalb  ETFs als neue Sterne am Anlagehimmel aufgegangen sind – sie sind deutlich günstiger und werfen somit eine höhere Rendite ab.

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Gibt es auch Sparpläne?

Nicht jeder Student verfügt über 5.000 Euro, um diese in einer Summe anzulegen. Auf der anderen Seite macht es aber auch Sinn, jeden Monat ein bisschen anzusparen. ETF-Sparpläne können bei einigen Brokern bereits ab 25 Euro monatlicher Sparrate eröffnet werden. Darüber hinaus verzichten einige Anbieter bei diesen Sparplänen auch auf die Courtage. Wird das Depot jetzt noch gebührenfrei geführt, ist das Anlagekonstrukt perfekt. Voraussetzung für die Anlage in einen ETF ist ein Depot. Die Zahl der Broker und Banken ist schier unübersichtlich. Spezielle Fachportale, beispielsweise etfs.de, bieten eine Übersicht über die Konditionen, die Anzahl der möglichen Sparpläne und geben weiterführende Informationen zu Indexfonds.

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