Exam. Altenpfleger & Altenpfleger – wo ist der Unterschied?

Exam. Altenpfleger & Altenpfleger

Kurz und knapp: „Es gibt keinen Unterschied“, sagt der Deutscher Berufsverband für Altenpflege e.V. Sowohl die Bezeichnung „examinierte/r Altenpfleger/in“ als auch „Altenpfleger/in“ seien umgangssprachlich. Die offizielle Berufsbezeichnung lautet „staatlich anerkannte(r) Altenpfleger/In”.

Examiniert bedeutet, dass angehende Altenpfleger und – Pflegerinnen am Ende der ihrer dreijährigen Ausbildung eine Prüfung ablegen müssen.

Ausbildung mit Abschlussprüfung

Hintergrund ist, dass der Lehrberuf „Altenpfleger/in“ in der heutigen Art relativ jung ist: Es gibt ihn erst seit Anfang des Jahrtausends. Seitdem steht im Gesetz über die Berufe in der Altenpflege des Bundesministeriums über Verbraucherschutz: “Die Berufsbezeichnungen “Altenpflegerin” oder “Altenpfleger” dürfen nur Personen führen, […] die im Rahmen der ihnen in dieser Ausbildung vermittelten erweiterten Kompetenzen zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten berechtigt [sind]”.

Altenpflege oder Pflegefachhelfer?

Die Berufe in der Altenpflege haben noch weiteres Verwirrungspotential: Neben dem/der(examinierten) Altenpfleger/in gibt es noch die Berufsbezeichnung Pflegefachhilfe. Beide Berufsgruppen sind in der Altenpflege eingesetzt und unterstützen alte Menschen bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Aufgaben. Beide Ausbildungen finden sowohl in einer Berufsschule als auch in einem Betrieb statt – sie sind also dual.
Die Ausbildungen können jeweils in Altenwohn- und Pflegeheimen absolviert werden, aber auch in Krankenhäusern oder Pflegekliniken. Wichtig sind ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz sowie Teamfähigkeit.

Der Unterschied zwischen den beiden Berufen: die Ausbildung zum/ zur staatlich geprüfte/n Pflegefachhelfer/in dauert ein Jahr, die Ausbildung zum staatlich anerkannten Altenpfleger/in drei Jahre.

Pflegefachhilfe – eine einjährige Ausbildung

Angehende Pflegefachhelferin oder Pflegefachhelfer benötigen einen erfolgreichen Hauptschulabschluss, ein Gesundheits- und polizeiliches Führungszeugnis. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung alter Menschen bei der Bewältigung des Alltags. Und: Sie stehen ihnen bei der Lebens- und Freizeitgestaltung zur Seite.
Nach der Ausbildung verdienen Pflegefachhelfer/innen im Durchschnitt 1.194,92€. Nach zwei Jahren Berufserfahrung besteht die Möglichkeit eine Ausbildung in der Altenpflege anzuhängen.

Altenpflege – eine dreijährige Ausbildung

Examinierte Altenpfleger/innen haben in ihrer Ausbildung die gleichen Inhalte wie Pflegefachhelfer/innen. Die Voraussetzungen sind allerdings höher: Für die Ausbildung in der Altenpflege benötigen Sie mindestens eine mittlere 10-jährige Schulausbildung, zum Beispiel einen Realschulabschluss.

Die Ausbildung dauert mit drei Jahren im Vergleich zu einem Jahr länger – und ist damit vertiefter. So lernen Altenpfleger/innen in der Ausbildung unter anderem auch Medikamente zu stellen. Später sind sie im Kontakt mit den zuständigen Ärzten und Angehörigen. Und: Sie können später Leitungspositionen übernehmen.

Altenpflege Ausbildung Gehalt

Das Gehalt in der Altenpflege Ausbildung beträgt schon im ersten Lehrjahr über 1000 Euro – das ist vergleichsweise hoch. Nach der Ausbildung verdienen staatlich anerkannte Altenpfleger/Innen in Deutschland im Durchschnitt 2.744 Euro brutto pro Monat.
Wenn Nacht- oder Wochenendschichten dazu kommen sind die Verdienstmöglichkeiten bei beiden Berufen noch höher.

Sehr gute Jobaussichten in beiden Berufen

Die Aufgaben sind in der Altenhilfe vielfältig. Dazu gehört die Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens, also Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Bewegung. Die Arbeit mit Menschen steht in der Altenhilfe im Vordergrund, auch wenn in den letzten Jahren immer mehr schriftliche Dokumentationen dazu gekommen sind.

Die Altenpflege gehört in Deutschland zu den größten Dienstleitungsbranchen. Weil es bundesweit an Pflegekräften mangelt, sind die Jobaussichten überall sehr gut.

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