Feigen richtig trocknen – Anleitung & Tipps

Feigen richtig trocknen

Nicht nur in der Levanteküche oder bei mediterranen Speisen spielen Feigen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind sie für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt: Sie beinhalten lebenswichtiges Vitamin B. Überdies sind Proteine, Mineralien sowie Eisen in Feigen zu finden. Im Gegensatz dazu steht ihr äußerst geringer Fettanteil von nur 0,5 Gramm.

Feigen lassen sich frisch essen oder im getrockneten Zustand als Dörrfrüchte aufbewahren. Dann können sie nach Bedarf für Rezepte verwendet werden. Zudem eignen sie sich als gesunde kleine Mahlzeit und ersetzen auf diese Weise herkömmliche Knabberartikel. Wie man Feigen richtig trocknet und als Vorrat anlegt, wird in den folgenden Kapiteln schrittweise dargestellt.

Feigen richtig trocknen – Anleitung:

Feigen im Freien trocknen:

Zu Beginn spült man die Feigen unter fließendem Wasser kalt ab. Im Anschluss auf einen Bogen Küchenpapier auslegen, gegebenenfalls leicht abtupfen. Nun kommen die Früchte auf ein Blech oder auf ein Backgitter. So werden die ausgelegten Feigen unmittelbar von der Raumluft getrocknet. Gelegentlich dreht man sie um, damit der Dörrvorgang gleichmäßig vollzogen wird.

Um die Feigen vor Schmutz zu schützen, lässt sich das Blech/Gitter mit einem Netz bespannen. Danach stellt man sie ins Freie, sofern sich die Temperaturen auf einem sommerlichen Niveau bewegen. Sie entziehen den Feigen ihre Flüssigkeit. Der direkten Einstrahlung sollten die Früchte jedoch nicht ausgesetzt sein. Eine schattige Stelle auf der Terrasse ist ein idealer Aufbewahrungsort.

Hier können die Feigen in Ruhe trocknen. Dieser Prozess erstreckt sich über einige Tage, ungefähr eine halbe Woche lang. Zwischenzeitlich sind die Feigen immer wieder zu wenden, was einmal täglich oder jeden zweiten Tag vorgenommen werden sollte. Wenn sich die Wetterlage unerwartet ändert und es regnerisch wird, holt man die Feigen auf dem Blech sofort rein. Ansonsten könnte die feuchte Witterung Schimmel verursachen.

Feigen im Ofen trocknen:

Feigen sachgerecht zu trocknen funktioniert auch im Ofen. Diese Variante eignet sich besonders für die Winterzeit. Schnee und Minusgrade stellen nämlich keine geeigneten Bedingungen zum natürlichen Trocknen dar. Aufgrund der fehlenden Wärme wäre es gar nicht möglich, Feigen im Winter draußen zu dörren.

Der erste Arbeitsschritt verläuft genau gleich. Die Feigen werden kurz abgespült, auf etwas Küchenpapier ausgelegt und abgetrocknet. Hat man es mit der Vorbereitung nicht sonderlich eilig, können die Früchte anstelle von Papier auf einem Geschirrtuch platziert werden. Dort tropft das überschüssige Wasser auf den Stoff, der es absorbiert. Für den Vorgang sollte man mehrere Stunden anberaumen.

Sind die Feigen trocken, legt man sie auf einem Backgitter aus. Danach wird der Ofen auf etwa 30 Grad Umluft vorgeheizt. Das Vorheizen kann bereits vor der Reinigung der Früchte stattfinden. Dann ist der Ofen zu diesem Zeitpunkt heiß genug und eine zusätzliche Wartezeit entfällt. Nun verbleiben die Feigen für mindestens sechs oder sieben Stunden in der Hitze. Mitunter auch weiter über den Zeitpunkt hinaus. Währenddessen bleibt die Ofentür etwas geöffnet, man kann sie mit einem Kochlöffel offenhalten. Durch die Öffnung entweicht die Feuchtigkeit aus den Früchten und setzt sich nicht auf ihnen ab.

Zwischendurch prüft man die Feigen. Dazu entnimmt man eine ‘Probefrucht’, schneidet sie in der Mitte durch und drückt sie leicht zusammen. Wenn jetzt kein Fruchtsaft mehr hervorquillt, können die Feigen aus der Backofenwärme geholt werden.

Tipps für das Trocknen:

  • Die Feigen dürfen wirklich nur dann abgepackt werden, wenn sie vollständig ausgedörrt sind. Dabei hilft die oben genannte Garprobe.
  • Es muss nicht bei einem einzigen Backgitter im Ofen bleiben. Bei vielen Früchten werden mehrere Gitter übereinander gestapelt.
  • Wer über die technischen Vorrichtungen in der Küche verfügt, greift zum Dörrautomaten. Mit ihm verringert sich die Zeit fürs Trocknen. Der Effekt ist jedoch derselbe wie im Backofen oder draußen in der Sommerhitze. Allerdings müssen viele Feigen in mehreren Durchgängen getrocknet werden, denn im Automaten ist vergleichsweise wenig Platz.
  • Die fertigen Feigen verstaut man in lichtundurchlässigen Dosen. Am Ort für die Einlagerung sollte ein kühles Klima bei gleichzeitig geringer (bestenfalls fehlender) Lichteinstrahlung vorherrschen.
  • Für die trocknen Feigen eignet sich ein portionsweises Aufbewahren. Dafür benötigt man je nach Menge mehrere Dosen. Falls man ein paar Feigen braucht, nimmt man sie heraus und verschließt die Dose danach wieder.
  • Feigen in angebrochenen Dosen sind bei Zeiten aufzubrauchen.
  • Warum nicht mal als Gastgeschenk für die nächste Feier getrocknete Feigen überbringen? Entweder verschenkt man sie luftdicht verschlossen oder füllt sie in Papiertüten. Dann sollten sie alsbald gegessen werden.

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