Uni-24.de » TV » Fernsehen bei Gewitter gefährlich? – was ist zu beachten

Fernsehen bei Gewitter gefährlich? – was ist zu beachten

  • by Anatoli Bauer
Fernsehen bei Gewitter gefährlich

Jeder kennt sie. Die einen empfinden sie als wild-romantisch, andere fürchten sich noch immer vor ihnen. Die Rede ist von Gewittern. Doch was genau ist nun dran an all den Mythen, die sich um das Geschehen am Himmel drehen?

Was passiert, wenn es blitzt und donnert?

Treffen warme und kalte Luftmassen aufeinander, entsteht durch die Reibung dieser Elektrizität. Diese wiederum muss sich zwingend entladen. Ein Blitz entsteht und dieser sucht sich mit einem lauten Knall den kürzesten Weg zur Erdoberfläche. Im Durchschnitt finden in diesem Moment auf etwa 0,3% der Erdoberfläche, teils heftige, Gewitter statt. Da diese eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen können, liefert dieser Ratgebertext einige Informationen, was zu beachten ist, wenn es am Himmel mal wieder wild her geht.

Ein Blitz schlägt ein

Der Einschlag eines Blitzes kommt plötzlich und kann überall auf der Erde stattfinden. Da sich die enorm hohe Stromstärke von bis zu 20’000 Ampere schnellstmöglich entladen möchte, schlägt ein Blitz häufig in Bäumen oder Gebäuden ein. Blitzeinschläge finden jedoch auch auf der Erdoberfläche statt. Dabei dringt die Spannung direkt in die Erde ein und entlädt sich dort.

Hoch gerechnet werden pro Jahr etwa 8 bis 24 Menschen in Deutschland vom Blitz getroffen. Die Wahrscheinlichkeit an einem Blitzschlag zu sterben liegt bei etwa 30% bis 40%. Mit 1:6 Millionen ist demnach die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden fünf mal höher als im Lotto auf sechs Richtige zu tippen.

Der Umgang mit Gewittern im Alltag

Nicht jeder Mensch genießt ein Gewitter entspannt daheim auf der Couch. Manche verkriechen sich total verängstigt unter der Bettdecke. Häufig leiden vor allem Kinder unter dem lauten Donnern und den grellen Zuckungen am Himmel. Doch ist diese Angst wirklich gerechtfertigt? Wie gefährlich sind Gewitter?

Vorsicht ist geboten – sonst kann es richtig teuer werden

Die meisten deutschen Haushalte beziehen ihren Strom aus der Steckdose. Diese liefert eine Stromstärke von maximal 16 Ampere. Man sollte diese jedoch nicht stetig an der Kapazitätsgrenze belasten sondern idealerweise um die 10 Ampere nutzen.

Schlägt ein Blitz ungehindert ein und dringt in den Stromkreislauf des Haushalts, kann dieser aufgrund seiner gewaltigen Spannung einen bemerkenswerten Schaden an allen Elektroinstallationen sowie Endverbrauchern, wie beispielsweise Fernseher und Stereoanlage anrichten und somit horrende Kosten verursachen. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Kabelbrandes, der sich schnell zu einem unkontrollierbaren Brand entwickeln kann. Häufig werden diese Schäden nicht einmal durch die Versicherung gedeckt und man bleibt vollumfänglich auf den Kosten sitzen. Das führt rasch zu existentiellen Nöten.

So verhält man sich richtig

Sobald das erste Grollen am Himmel zu verzeichnen ist, macht es Sinn folgende Vorkehrungen zu treffen. Der gemütliche Fernsehabend sollte nun beendet werden und sämtliche elektrische Geräte nicht nur abgeschaltet, sondern die Stecker vollständig aus der Steckdose gezogen werden. So verhindert man, dass Überspannungen zu irreparablen Schäden an Fernseher und Co. führen. Ein versierter Elektriker kann einen so genannten Überspannungsschutz in den Sicherungskasten einbauen und diesen schützen. Eine weitere mögliche Schutzmaßnahme ist die Installation eines Blitzableiters auf dem Dach des Hauses.

Glücklicherweise sind Gewitter meist von kurzer Dauer und einem Weiterführen des Fernsehabends steht nichts im Wege, sobald es sich wieder verzogen hat.

Hat dir der Beitrag gefallen?