FiFo in BWL leicht erklärt + Beispiel

Bei der FiFo-Methode handelt es sich um ein zulässiges

Bewertungsvereinfachungsverfahren oder auch für das gängige Verbrauchsfolgeverfahren für das Vorratsvermögen. Dabei unterstellt man, dass das erworbene oder hergestellte Vermögen zuerst verkauft oder verbraucht worden ist. Dabei gilt immer der Leitsatz: „first in, first out“. Dabei trifft diese Annahme auch die Realität zahlreicher Unternehmen. So werden in den Supermärkten und Discountern die älteren Produkte meist zuerst verkauft. Ansonsten würde schließlich das Mindesthaltbarkeitsdatum ablaufen.

Steuerlich nicht zulässig

Generell ist dieses Verfahren innerhalb der Steuer nicht statthaft. Innerhalb der Steuer erfolgt ausschließlich eine Anwendung des Durchschnittskosten-Verfahrens oder der LiFo-Methode.Diese wird alternativ auch als FiFo Prinzip bezeichnet.

Beispiel der FiFo-Methode

Mitte Januar und Mitte September wird von einem Baumarkt jeweils ein Hammer gekauft. Im Januar beträgt der Einkaufspreis 10 Euro (Netto) und im September kostet der Hammer, ebenfalls Netto schon 12 Euro. Also befindet sich der erste Hammer für 10 Euro noch auf dem Lager zum Bilanzstichtag am 31. Dezember. Ein Hammer ist dagegen schon für 10 Euro verkauft worden. So stellt sich nun die Frage, für welchen Preis setzt man den Hammer in die Bilanz ein.

Die Vermögensgegenstände können also unterschieden werden. Dies wird durch eine unverkennbare Produktidentifikations-Nummer ermöglicht. So kann das Unternehmen feststellen, welcher Hammer sich noch auf dem Lager befindet und welcher Artikel bereits verkauft worden ist. Jedoch ist diese Einzelbewertung nicht immer so eindeutig möglich. Außerdem handelt es sich um ein sehr aufwendiges Verfahren, wobei Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis zueinander stehen.

FiFo-Verfahren

Zur Bewertungsvereinfachung dient deshalb die FiFo-Methode. Dadurch ergibt sich ein neues Bild auf die bestehende Problematik. So nimmt man an, dass der erste Hammer für den Preis von zehn Euro zuerst verkauft worden ist. Der verbuchte Wareneinsatz stellt die zehn Euro damit eindeutig dar. der Hammer, welcher sich noch im Lager befindet, wird damit mit zwölf Euro bewertet. Die Hammer-Vorräte betragen laut dieser Methode einen Wert von zwölf Euro.

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