Filesharing – was ist legal und was illegal?

Definition

Filesharing ist das Bereitstellen von Daten in einer Börse, auf die auch andere User zugreifen kön-nen und diese auch downloaden können. Allerdings gibt es in dieser Branche sehr viele schwarze Schafe und oftmals handelt es sich um Daten, die unter einem bestimmten Schutz stehen und gar nicht in dieser Weise verwendet werden dürften.

Was ist legal?

Allein die Mitgliedschaft und die Nutzung der entsprechenden Plattformen ist nicht verboten. Dabei ist es möglich, dass es sich um Tauschbörsen handelt auf denen private Inhalte auch für die Nutzung von anderen bereitgestellt werden. Alle privaten Daten sind dort leicht abzulegen und können auch von anderen Nutzern in Anspruch genommen werden. Auch wenn man eine private Musiksammlung hat, kann diese dort hinterlegt werden. Allerdings handelt es sich dann nur um eine Archivierung, die zur Bedingung hat, dass andere Nutzer keinen Zugriff auf diese Daten haben.

Die Nutzung der Plattform ist auch so lange legal, solang der User keine geschützten Inhalte bereitstellt oder missbraucht in dem er sich diese von anderen Usern beschafft. Zu diesen Plattformen zählen auch Webspeicher und Clouds.

Wenn man einen Live-Stream im Internet findet auf dem man auch die aktuellen Spiele der Champions-League sehen kann, dann ist dies erlaubt und kann nicht unter Strafe gestellt werden.

Ebenso ist es gestattet, dass ein Youtube-Song auf die Festplatte geladen werden darf. Diese dürfen dann aber nicht weitergegeben werden. Das wäre wieder strafbar. Auch Mitschnitte aus dem Internetradio sind legal und wurden früher mit der Kassette aus dem klassischen Radio gemacht. Solang die Daten nur privaten Nutzung dienen, ist das in Ordnung.

Hat man eine CD oder DVD gekauft, dann darf man sie auch an andere weitergeben oder ausleihen. Wenn die anderen dann Kopien anfertigen, ist man nicht in der Prüfpflicht. Gleichsam darf man auch eine Kopie von der Platte anfertigen lassen, sofern das Ganze nicht gegen den Kopierschutz verstößt und weiterhin dafür keine Bezahlung erfolgt.
Wenn man sein WLAN nicht schützt und ein anderer entdeckt, dass er dies nutzen kann, dann kann er für die reine Nutzung des Internets nicht bestraft werden. Sofern er keine Straftaten begeht, hat auch der Inhaber des Anschlusses nichts zu befürchten.

Der rechtliche Graubereich

Wenn man online die Möglichkeit bekommt, dass bestimmte Inhalte, die woanders wesentlich teurer angepriesen werden zu einem kleineren Preis zu kaufen, dann kann es möglich sein, dass man hier in einer Falle tappt. Das Problem ist nur, dass hier die rechtliche Lage nicht geklärt ist.

Ob der vermeintlich günstige Shop auch wirklich legal handelt, ist für den User nicht erkennbar, aber er darf sich nicht daran bedienen, wenn es offensichtlich ist, dass der Verkauf nicht rechtens sein kann. Wenn man also auf eine billige Seite trifft muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie vertrauenswürdig aussieht.

Wenn man an eine Plattform gelangt auf der man Filme streamen kann, auch wenn keine Kosten dafür verlangt werden, gerät man auch in eine Grauzone. Im Falle des Streamens ist es so, dass die Daten nur in einem Zwischenspeicher abgelegt und dann wieder gelöscht werden. Allerdings ist es aktuell so, dass auch dies eine Verletzung des Rechts ist, aber die Nutzung an sich wird nicht oft verfolgt.

Wenn man selbst von seinen eigenen Musikdateien eine Kopie erstellt oder sie auf einen MP3-Player überträgt, dann ist das nicht strafbar. Es wird nur dann eine Straftat, wenn ein Kopierschutz für diesen Vorgang umgangen wird.

Auch Programme dürfen in einer Sicherheitskopie hinterlegt werden, was mitunter von den Herstellern sogar empfohlen wird. Anderenfalls würde der Hersteller es ersichtlich verbieten.

Das ist definitiv verboten

Findet man im Netz eine Seite, die offensichtlich illegale Inhalte verbreitet, dann sollte man es unterlassen, dass man diese Seite bewirbt oder sich mit dieser verlinkt. Sollten Ermittlungen gegen die Seite eingeleitet werden, dann ist möglich, dass auch der User, der die Seite empfohlen hat belangt wird.

Wenn man auf einem Konzert ist und dieses mitgefilmt hat, dann darf man dies auf Youtube nicht einstellen, außer man hat die entsprechende Erlaubnis. Wenn bekannt wird, wird diese Mitschnitte eingestellt hat, dann kommt es zu einer Abmahnung. Ebenso verhält es sich mit Mitschnitten, die vom Fernseher abgefilmt wurden.

Auf Facebook darf man Bilder von anderen Nutzern nicht auf der eigenen Seite posten. Denn man hat keine Rechte am Bildgut der anderen und darf nicht über ihren Kopf hinweg mit den Daten arbeiten.

Wenn einem beim Downloadangebot auffällt, dass es sich eigentlich um geschützte Daten handeln sollte, dann sollte man auch die Finger davonlassen. Denn auch damit macht man sich strafbar. Ebenso ist der Upload strafbar und wird auch noch eher strafrechtlich verfolgt als der Download, weil die IP-Adresse leichter ermittelt werden kann.

Wichtig und zu beachten

Wenn man wie auch immer an bestimmte Angebote gelangt und diese nutzt auch wenn man nicht weiß, ob diese legal sind, dann ist man trotzdem haftbar zu machen und kann bestraft werden. Mit offenen Augen sollte man die Seiten beachten und oftmals ist schon an der Länderkennung to. zu erkennen, dass es sich um keine legale Seite handelt.

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