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Filmpräsentation im Fach Deutsch – Gliederung & Tipps

  • by Anatoli Bauer
Filmpräsentation im Fach Deutsch

Das Fach Deutsch ist von einer “trockenen” didaktischen Lehre geprägt. Um das Interesse der Schüler aufrecht zu erhalten, ist es legitim, andere Unterrichtsmittel mit einzubauen. Eine Möglichkeit ist die Filmpräsentation. Der Film sollte nicht von der Grammatik oder Syntax handeln, die wird durch einen Film keineswegs besser vermittelt. Ansprechende Filme müssen immer vom aktuellen Thema, welches behandelt wird, handeln.

Sprachlehre ist an Themen gekoppelt

Die stumpfe Grammatiklehre anhand von grammatikalischen Erklärungen ist für die meisten Schüler unattraktiv, sie muss aber sein. Wichtig ist, im Schuljahr die Lehre so zu gestalten, dass die theoretischen Anteile immer im Wechsel mit den praktischen gelehrt werden. Die Filmpräsentation gehört zum praktischen Teil, weil sie Raum zur gestalterischen Freiheit und Diskussion bietet, in denen Schüler nicht nur Wissen aufnehmen und manifestieren, sondern wo sie selbst wissenschaftlich aktiv werden.

Die Präsentation des Films ist den Schülern anzukündigen, damit sie sich mit Ideen beteiligen. Wird im Fach Deutsch aktuell über Preußen gelehrt, dann ist zu diesem Thema ein Film oder eine Dokumentation auszuwählen. Die Schüler sollten immer Einfluss auf die Filmpräsentation erhalten, denn dank zahlreicher Filmkanäle online haben viele Schüler eine größere Auswahl an sinnvollen Filmen, die der Didaktik dienen.

Zeitrahmen festlegen und Präsentation vorbereiten

Reicht eine Schulstunde, werden mehr als zwei Schulstunden benötigt? Die Filmpräsentation darf ruhig eine Schulwoche füllen und mit Diskussionen und Ausarbeitungen gefüllt werden. Beispielsweise müssen die Schüler bestimmte Fachbegriffe herausfiltern, aufschreiben, erklären und Synonyme finden. Dabei sollten nicht zu viele Aktionen innerhalb einer Unterrichtsstunde stattfinden. Am besten ist, eine Unterrichtsstunde wird ausschließlich dem Ansehen des Films gewidmet, in der nächsten Schulstunde Deutsch erfolgt die Ausarbeitung. Anschließend geht es mit der Filmvorführung weiter.

Bevor die erste Filmpräsentation startet, ist das Equipment zu organisieren. Bietet die Schule einen Projektor oder mindestens eine Leinwand? Wird ein Raumwechsel nötig und können die Schüler mit passendem Equipment aushelfen, um unabhängig von der Verfügbarkeit der Schulmaterialien arbeiten zu können? Lehrkräfte sollten ihre Schüler aktiv mit einbinden.

Klausur zum Thema

Klausuren dienen der zwischenzeitigen Leistungserhebung. Damit kein Schüler die Filmpräsentation als Freistunde(n) betrachtet, folgt abschließend eine Klausur zum behandelten Thema. So wissen die Schüler, dass sie zwingend am Unterricht teilnehmen müssen, um den Inhaltsstoff zu erhalten und die Klausur bestehen zu können. Sicher gibt es Schlaumeier, die andere Schüler erpressen und sich die Informationen anfertigen lassen, aber das gehört doch eher zu den Ausnahmen.

Eigenen Film drehen und präsentieren

Aktiver Unterricht bedeutet selbst zu gestalten und zu agieren statt zu reagieren. Die Schüler setzen sich mit dem Thema auseinander und müssen selbst einen kleinen Film drehen, der in der Schule und den Eltern präsentiert wird.

Zunächst ist das Thema festzulegen, anschließend die Handlung zu filtern, von dem der Kurzfilm handelt. Erst dann wird unter Einbindung der Schüler das Drehbuch verfasst. Dazu wird die Klasse in kleine Gruppen eingeteilt und jede Szene wird an eine andere Gruppe vergeben. Anschließend müssen die einzelnen Gruppen ihre erarbeiteten Szenen aufeinander abstimmen. Die jeweilige Lehrkraft fungiert als Koordinationspartei, um Vermittlungen zwischen den Gruppen zu unterstützen.

Um den Aufwand im Rahmen zu halten, sind nur wenige Kostüme anzufertigen und die Hilfe der Elternschaft zu beanspruchen. Zur Aufnahme des Films reicht bereits ein Smartphone, viele Familien der Schüler besitzen zusätzliche Aufnahmegeräte. Gewertet wird die jeweilige Mitarbeit der Schüler, eine Klausur zum Thema erübrigt sich.

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